Lieferengpässe

Bild erklärt Medikamentenmangel APOTHEKE ADHOC, 15.10.2019 10:00 Uhr

Berlin - Das Ausmaß der Lieferengpässe ist teilweise besorgniserregend. Nun schreibt auch die Bild-Zeitung im Ratgeber-Ressort ihres Onlineauftritts über die Ursachen, Handlungsoptionen und weitere Hinweise zum Thema. 

Unter der Überschrift „Lieferengpässe bei Arzneimitteln: Was bedeutet das für Patienten?“ und dem Foto eines Apothekers mit vollen Medikamentenschubladen leitet die Bild-Zeitung in das Thema ein. Auf die Ursachen der Engpässe wird nicht weiter eingegegangen. Stattdessen geht es um Fragen wie: „Muss man auf teure Ersatz-Präparate umsteigen, wenn ein Medikament nicht lieferbar ist? Zahlt dafür die Krankenkasse? Müssen wir uns wirklich Sorgen machen?“

Dr. Goentje-Gesine Schoch, Arzneimittel-Expertin der Techniker-Krankenkasse (TK), relativiert im Beitrag: „Es ist wichtig, zwischen einem Lieferengpass und einem Versorgungsengpass zu unterscheiden.“ Lieferengpässe könnten immer mal wieder vorkommen: „Das ist dann mit mehr Aufwand für den Apotheker verbunden, weil er das gleiche Medikament von einem anderen Hersteller finden muss. Für den Patienten macht sich das meist gar nicht bemerkbar – außer, dass sein Medikament eine andere Verpackung hat“, so Schoch.

Noch mehr als „Ihr Medikament ist leider nicht verfügbar“ würde Patienten der Satz „Ihr Medikament kostet mehr“ ärgern, weiß „Bild“ von ihren Lesern. Ob die Sorge berechtigt sei, dass Patienten bei Lieferengpässen auf teurere Ersatzpräparate umsteigen müssen, wurde eine Sprecherin der ABDA gefragt. Das Statement: „Ein Kostenaufschlag ist im Einzelfall möglich, aber der Apotheker wird alles tun, um das zu verhindern. Denn Patienten sind in der Regel nicht dazu bereit, mehr Geld für Ersatz-Medikamente zu zahlen.“

  • 1
  • 2

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
Markt

500-Millionen-Euro-Deal

Cheplapharm kauf Antra und Seroquel»

Movember beim Großhändler

Haarige Angelegenheit: Gehe sammelt Spenden ein»

Pharmakonzern brüskiert Gewerkschaft

Sanofi-Umbau: Gegenwind aus Höchst»
Politik

eRezept in der Praxis

Digital trifft analog: Erstes eRezept auf Papier»

ABDA

Friedemann Schmidt hört auf»

Telematikinfrastruktur

Konflikt gelöst: Gematik soll SMC-B-Card ausgeben»
Internationales

Minderheitsbeteiligung in Lieferdienst

Ärger mit Kartellamt: Amazon investiert in Deliveroo»

Grenz-Schmuggel

Mit Drogen im Koffer zum Osnabrücker Weihnachtsmarkt»

Tschechien

Computervirus legt Klinik lahm»
Pharmazie

Neurodegeneration

Neue Schmerz-Skala für Demenz-Patienten»

OTC-Switch

Nach Urteil: Desloratadin bald ohne Rezept»

Leitlinien

Adipositas bei Kindern: Prävention durch Bewegung»
Panorama

Erinnerungskoffer für Fußballfans

HSV und St. Pauli wollen Demenzkranken helfen»

Kinder-Onkologie

Charité: Personalmangel stoppt Neuaufnahmen»

Foodwatch kritisiert Klöckner scharf

Personalmangel: 250.000 Lebensmittelkontrollen fallen aus»
Apothekenpraxis

Drittes Quartal 2019

Notdienstpauschale beträgt 280,09 Euro»

Arzneimittelnotstand ausgerufen

Nach Schließung: Amt will Apotheker anstellen»

Registrierkassengesetz

ABDA: Kassenbons müssen geschreddert werden»
PTA Live

Polyneuropathie

Taubheitsgefühle mit TCM lindern»

Viruserkrankungen bei Kindern

Drei-Tage-Fieber: Harmlose Herpesinfektion»

PTA-Schulen

Putin lädt zum Wettbewerb: PTA-Schüler reisen nach Moskau»
Erkältungs-Tipps

Nahrungsergänzung im Winter

Zink & Vitamin C: Das Erkältungs-Duo»

Erkältungstipps

Anatomische Erkältungsreise: Nasennebenhöhlen»

Halsentzündungen

Seitenstrangangina: Selten aber schmerzhaft»
Magen-Darm & Co.

Fermentierte Lebensmittel

Besser als Probiotika? Kombucha, Kimchi & Co.»

Funktionelle Magen-Darm-Beschwerden

Reizmagen: Vielseitiger Symptomkomplex»

Magen-Darm-Beschwerden bei Kindern

Dreimonatskoliken: Schreiattacken mit unklarer Ursache»
Kinderwunsch & Stillzeit

Tabuthema Pilzinfektionen

Vaginalpilz in der Schwangerschaft»

Wochenbettdepression

Vom Tief nach der Geburt»

Behördengänge

Geburtsurkunde, Krankenkasse & Co. – An alles gedacht?»