Rassismusvorwürfe

Mohren-Apotheken dürfen bleiben Silvia Meixner, 13.03.2018 15:17 Uhr

Berlin - Erleichterung in Frankfurt: Der wochenlange Streit um die Bezeichnung „Mohren-Apotheke“ ist beendet. Die Koalition aus SPD, Grünen und CDU im Frankfurter Rathaus hat entschieden, sich nicht für das Verschwinden der „Mohren-Apotheken“ aus dem Stadtbild einzusetzen.

Apotheker Alexander Schwartz, Inhaber der Zeil-Apotheke zum Mohren, sagt: „Die Entscheidung überrascht mich nicht, ich begrüße, dass alles so bleiben soll, wie es ist.“

Im Januar hatte die Kommunale Ausländer- und Ausländerinnenvertretung (KAV) die Namen dieser und einer weiteren Frankfurter Apotheke kritisiert. Sie forderte die Stadtverordnetenversammlung auf, sich dafür einzusetzen, dass „rassistische Bezeichnungen“ und Logos aus dem Stadtbild entfernt werden.

Von seinen Kunden hat Alexander Schwartz in den vergangenen Wochen viel Zuspruch erfahren, keiner habe den Apothekennamen kritisiert. „Die Apotheke befindet sich in einem denkmalgeschützten Haus. Es wurde im Jahr 1900 erbaut, seitdem steht ‚Zum Mohren‘ an der Aussenfassade. Selbst wenn ich wollte, könnte ich den Schriftzug aus Denkmalschutzgründen nicht entfernen.“

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