Grippesaison 2019/20

Bereits 14,2 Millionen Impfdosen freigegeben Nadine Tröbitscher, 10.09.2019 08:41 Uhr

Das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) regelt die Vergütung der saisonalen Grippeimpfstoffe. Apotheker sollen mit einem Euro pro Impfdosis und maximal 75 Euro pro Verordnungszeile zuzüglich Mehrwertsteuer vergütet werden. Die Hersteller sollen einen einheitlichen Abgabepreis sicherstellen, auf den dann die festgelegten Aufschläge berechnet werden können. Denn es gilt die Arzneimittelpreisverordnung (AMPreisV). Weil finanziell ein fester Rahmen steht, ist die Apotheke aus der Haftung raus. Außerdem wird die Versorgung auf mehrere Beine gestellt und könnte den Markt entspannen.

Außerdem soll das TSVG den Ärzten die Angst vor einem Regress nehmen. Die Mediziner sollen in angemessenem Rahmen unter Berücksichtigung eines Sicherheitszuschlags bestellen. Für eine Impfsaison sollte 1- bis zu 10-prozentige Überschreitung gegenüber der erst im Nachhinein tatsächlich feststellbaren Menge durchgeführter Impfungen in jedem Fall noch als „wirtschaftlich“ gewertet werden.

In der Saison 2018/19 waren quadrivalente Vakzine erstmals Kassenleistung. Um dem Engpass entgegenzuwirken, hatte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) Ende November einen Versorgungsengpass ausgerufen und einen Einzelimport nach § 73 Absatz 3 ermöglicht. Ob die aus dem Ausland generierten Impfdosen schließlich verimpft wurden und wie hoch die Schmutzquote tatsächlich ist, ist derzeit noch nicht bekannt. Denn noch ist die Inventur der Ärzte nicht abgeschlossen. Etwa neun Monate nach Ende der Impfsaison steht die Zahl fest. Dann ist klar, wie viele Impfdosen von den Ärzten zu Lasten der Kasse bestellt und wie viele tatsächlich als Impfleistung abgerechnet wurden. Experten hatte im Dezember für die Saison 2018/19 eine „Schmutzquote“ von etwa sechs Millionen Impfdosen prognostiziert.

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