Notfallverhütung

Fresh-up: Pille danach Deniz Cicek-Görkem, 19.01.2018 13:37 Uhr

Berlin - Verhütungspanne oder Verhütung ganz vergessen: Kundinnen, die eine ungewollte Schwangerschaft vermeiden wollen, können in solchen Situationen seit März 2015 die Pille danach ohne Rezept aus der Apotheke beziehen. Zugelassen für die Indikation sind Levonorgestrel und Ulipristalacetat, zwei sehr beratungsintensive Arzneistoffe. Worauf ist bei der Abgabe zu achten?

Notfallkontrazeptiva sollten nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr oder Versagen der Verhütung so schnell wie möglich eingenommen werden, da die Wirksamkeit dann am größten ist. Allerdings gibt es Unterschiede bei den Wirkstoffen: Bei Levonorgestrel (LNG), einem Gestagen, beträgt das Zeitfenster der Einnahme 72 Stunden, der Progesteron-Rezeptor-Modulator Ulipristalacetat (UPA) kann hingegen bis zu fünf Tage danach eingenommen werden. LNG und UPA verhindern den Eisprung. Falls dieser bereits stattgefunden hat, sind die Substanzen nicht mehr wirksam. Jedoch kann der Zeitpunkt der Ovulation nicht vorhergesagt werden, daher empfehlen die Hersteller die Einnahme zu jedem Zeitpunkt des Menstruationszyklus.

Auch wenn UPA strukturell mit Mifepriston, dem Wirkstoff der sogenannten Abtreibungspille, verwandt ist, ist UPA nicht als Mittel zum Schwangerschaftsabbruch geeignet. Beide Wirkstoffe haben in der empfohlenen Dosierung keine Auswirkung auf eine bestehende Schwangerschaft.

Nach der Einnahme der Pille kann es zu Erbrechen kommen. Wenn dies innerhalb von drei Stunden der Fall ist, sollte eine weitere Tablette eingenommen werden. Die Pille danach kann dazu führen, dass die folgende Menstruationsblutung einige Tage früher oder später als erwartet einsetzt. Die Kundin sollte darauf hingewiesen werden, dass bei Ausbleiben der Menstruationsblutung von mehr als sieben Tagen ein Gynäkologe aufgesucht werden sollte. Zudem können Schmier- und unregelmäßige Blutungen, Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit auftreten und auch Erbrechen ist eine der häufigen Nebenwirkungen. Bei UPA kann es zusätzlich unter anderem auch zu Rückenschmerzen und Stimmungsschwankungen kommen.

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