APOSCOPE-Umfrage unter PTA

Jede vierte Apotheke hat Temperaturprobleme Alexander Müller, 28.06.2019 10:04 Uhr

Berlin - Temperaturen an der 40 °C-Grenze – das stellt auch und insbesondere Apotheken vor besondere Herausforderungen. Denn die Teams müssen nicht nur selbst mit der Hitze klarkommen, sondern in der Offizin auch die Arzneimittelsicherheit gewährleisten. Das gelingt anscheinend nicht immer – wie die Ergebnisse einer APOSCOPE-Umfrage unter PTA nahelegen. Demnach kann die zulässige Höchsttemperatur in jeder vierten Apotheke nicht immer eingehalten werden. APOSCOPE-Produktmanagerin Jasmin Kratz bespricht die Ergebnisse im Podcast WIRKSTOFF.A.

Die meisten Arzneimittel dürfen nicht dauerhaft über 25 °C gelagert werden. Im Hochsommer wird durch die Pharmazieräte durchaus kontrolliert, ob diese Vorgabe eingehalten wird. Laut der Umfrage ist das in 74 Prozent der Apotheken auch kein Problem. Heißt allerdings im Umkehrschluss: In jeder vierten Apotheke ist es zu heiß. Im Detail: 10,3 Prozent stimmten der Aussage eher nicht zu, dass die Höchsttemperatur zu jeder Zeit gewährleistet werde. Weitere 7,5 Prozent stimmten nicht zu und 5,6 Prozent stimmten überhaupt nicht zu. In einer von 20 Apotheken ist das Hitzeproblem demnach evident.

Und die Befragten sehen das selbst so: 23,4 Prozent gaben an, dass die Apotheke, in der sie arbeiten, bei sehr hohen Außentemperaturen streng genommen schließen müsste. Eine Apotheke in Berlin wurde im vergangenen Jahr tatsächlich vorübergehend dazu verdonnert.

Trotz der Temperaturvorgabe sind längst nicht alle Apotheken klimatisiert. 18 Prozent der Teilnehmer gaben an, dass es in ihrer Apotheke gar keine Klimaanlage gibt. In den übrigen 82 Prozent ist allerdings auch nicht jeder Raum mit einer Klimaanlage ausgestattet: 77 Prozent in der Offizin, 59 Prozent im Lager beziehungsweise dem Kommissionierer. Labor (36 Prozent), Büro der Angestellten (34 Prozent) und Chefbüro (27 Prozent) sind schon schlechter ausgerüstet. Mehrfachantworten waren bei dieser Frage möglich.

Wenn es keine Klimaanlage gibt, muss man sich anderweitig behelfen: 69 Prozent halten die Türen und Fenster geschlossen, so gut es eben geht. Jeweils knapp die Hälfte der Teams dunkelt Räume ab oder hält sich mit Erfrischungsgetränken und Eis über Wasser. Ventilatoren, eine Markise oder mobile Kühlgeräte kommen ebenfalls zum Einsatz.

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