Hitzewellen

Gesundheitsgefahren durch Klimawandel gestiegen dpa, 29.11.2018 12:34 Uhr

London - Der Klimawandel bedroht einer Studie zufolge die Gesundheit von immer mehr Menschen. Demnach waren im vergangenen Jahr 18 Millionen mehr gefährdete Personen Hitzewellen ausgesetzt als 2016. Im Vergleich zum Jahr 2000 waren es sogar 157 Millionen mehr. Das berichten etliche wissenschaftliche Institutionen im Fachmagazin „The Lancet“.

Als hitzegefährdet gelten in diesem Zusammenhang Menschen, die über 65 Jahre alt sind, in Städten leben oder an Diabetes, einer Herz-Kreislauf-Erkrankung oder chronischen Atemwegsproblemen leiden. Dem Klimawandel sind den Autoren zufolge auch deshalb besonders viele Menschen stark ausgesetzt, weil die Temperaturen in dichter besiedelten Regionen besonders stark steigen: um 0,8 Grad Celsius von 1986 bis 2017. Im gleichen Zeitraum stieg die weltweite Durchschnittstemperatur lediglich um 0,3 Grad Celsius. Die Forscher erwarten auch eine Ausbreitung tropischer Krankheiten.

Die Hitze geht oft einher mit der Luftverschmutzung in den Städten. 97 Prozent der untersuchten Städte in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommensniveau erfüllen die Luftqualitätsrichtlinien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nicht.

Die Erwärmung führt auch dazu, dass immer mehr Arbeitsstunden hitzebedingt ausfallen. 2017 waren es 153 Milliarden Stunden weltweit, 62 Milliarden mehr als im Jahr 2000. Hinzu kommen weitere ökonomische Verluste: Im vergangenen Jahr führten 712 extreme Wetterereignisse zu einem globalen Verlust von 326 Milliarden US-Dollar (rund 288 Milliarden Euro), fast das Dreifache der Summe von 2016.

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