Neurodegenaration

Demenz durch zu viel Salz? APOTHEKE ADHOC, 13.12.2019 12:26 Uhr

Berlin - Im Bereich der Demenz wird vielseitig geforscht: Neben verschiedenen Medikamenten sollen auch Vorerkrankungen und die Ernährung Einfluss auf die Entstehung einer Demenz nehmen. Ein Forscherteam in New York stellte einen Zusammenhang zwischen salzhaltiger Kost und der Erkrankung her.

Die Forscher führten verschiedene Versuche an Mäusen durch: Die Tiere bekamen das 8- bis 16-Fache der normalen Salzzufuhr verabreicht. Unter dieser Ernährung kam es innerhalb von acht Wochen zu einer Verringerung des Blutflusses um 20 bis 30 Prozent. Die Durchblutungsstörungen gingen mit demenzähnlichen Symptomen einher: Die Mäuse zeigten Probleme beim Erkennen von Objekten, dem Nestbau oder dem Durchqueren eines Labyrinths.

Die sogenannte „Hochsalzdiät“ führte dabei zu bleibenden Schäden im Gehirn: Angegriffen wurden vor allem die Tau-Proteine. Diese spielen eine wichtige Rolle für die gesunde Funktion eines Gehirns. Alzheimer beginnt, wenn normale Tau-Proteine durch Trunkation pathologisch werden: Struktur und Funktion werden verändert. Die ungesunden Tau-Proteine binden sich aneinander und es entstehen Verklumpungen, die sich im Gehirn ausbreiten und die Krankheit verursachen. Die Verteilung dieser Klumpen zeigt eine starke Korrelation mit klinischen Symptomen bei Patienten.

Durch den hohen Salzkonsum kam es zu einer Hyperphosphorylierung der Tau-Proteine: Die Folge sind Störungen des Zytoskeletts, die vermutlich durch die Probleme der Durchblutung entstehen. Durch den Salzkonsum wird die Bildung von Stickoxiden in den Endothelzellen gestört: Diese fungieren normalerweise als Vasodilatator und stellen die Durchblutung sicher.

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