Von der PTA zur Professorin: „Ausprobieren und Chancen nutzen”

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Berlin - Wenn PTA sich für ein Studium entschließen, ist Pharmazie meist die erste Wahl. Auch Professor Dr. Dagmar Fischer von der Friedrich-Schiller-Universität (FSU) Jena wollte nicht als PTA in der Apotheke bleiben, sondern in die Wissenschaft wechseln. Sie rät angehenden Apothekern sich auszuprobieren und gibt Tipps für den Berufsweg. Und: Pharmazeuten sollten mehr Selbstbewusstsein haben, findet sie.

Fischer ist derzeit Universitätsprofessorin für Pharmazeutische Technologie und Biopharmazie an der FSU. Doch bis dahin war es ein langer Weg. Ihre ersten Schritte in der Pharmazie machte sie als PTA, aber das war ihr nicht genug. Nach dem Pharmaziestudium in Würzburg folgten zuerst die Approbation, danach folgten Diplomarbeit, Promotion, Post-Doc und Habilitation. Auch die vielen Forschungsaufenthalte im In- und Ausland verdeutlichen, wie begeistert die Professorin von der Wissenschaft ist.

Die Reise begann in der Offizin: Während ihres Apothekenpraktikums habe die gebürtige Coburgerin gemerkt, dass PTA hauptsächlich im Labor beschäftigt seien und insbesondere praktische Kenntnisse hätten. „Doch warum ich viele Dinge tue, wusste ich damals nicht. Ich musste das beim Apotheker nachfragen”, erzählt die Forscherin aus ihrer Zeit als PTA. Sie habe damals festgestellt, dass sie „mehr wissen will”. Die weiteren Schritte folgten schnell: „Ein enthusiastischer Berufsberater hat mir nach einem Gespräch zur Pharmazie geraten”. So sei sie dann zum Studium gekommen, obwohl sie als Teenagerin eigentlich Tierärztin werden wollte und auch keine Pharmazeuten in ihrem Umfeld hatte. Für sie habe aber immer festgestanden, dass sie „in Richtung Naturwissenschaften” gehen werde.

„In den Semesterferien habe ich in der Apotheke als PTA gearbeitet”, sagt sie. Dadurch konnte sie sich etwas hinzu verdienen und blieb mit einem Bein in der Offizin. Doch nach ihrer Diplomarbeit zeichnete sich immer weiter ab, dass es eher in Richtung Uni gehen wird. Die Apotheke als Tätigkeitsfeld rückte in den Hintergrund. „Die Wissenschaft hat mich immer fasziniert. Ich fragte mich immer, wie ich ein Problem lösen kann”, erzählt sie. Auch während der Promotion habe sie viele Gestaltungsmöglichkeiten gehabt und sich kreativ einbringen können. „Der Industrieaspekt, also der Anwendungsbezug der Forschung, war immer da. Deshalb bin ich bis zur Habilitation an der Uni Marburg geblieben.”

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