Apothekenpersonal

PTA: Enttäuscht nach 33 Jahren Deniz Cicek-Görkem, 17.03.2017 11:47 Uhr

Berlin - Apotheken sind anspruchsvolle, sichere und familienfreundliche Arbeitsplätze. Dennoch hat die Attraktivität nachgelassen. Eine PTA mit 33 Jahren Berufserfahrung berichtet über die Schattenseiten ihres Berufsalltags. Sie fordert endlich Reformen, damit es auch künftig genügend Nachwuchs für die größte Berufsgruppe der Apotheke gibt. 

Renate P. hatte vor 20 Jahren ihren Traumjob: Ihr Fachwissen konnte sie tagtäglich einsetzen, ohne sich permanent mit Rabattverträgen und anderen bürokratischen Vorschriften herumschlagen zu müssen. Bei ihren Fortbildungen unterstützte ihr Chef sie sogar finanziell. Sie fühlte sich respektvoll behandelt; in Kombination mit einer angemessenen Bezahlung hatte sie einen erfüllenden Berufsalltag.

Diese Zeit ist längst vorbei. Heute würde Renate P. den eigenen Beruf nicht weiterempfehlen. Zwar schätzte sie nach wie vor die positiven Seiten, zu denen unter anderem Kundenkontakt und Vielseitigkeit gehörten. Doch trotz langjähriger Erfahrung würden sie und ihre Kollegen klein gehalten. Als PTA sei man heute auch PKA: Immer mehr Chefs erwarteten, dass auch kaufmännische Tätigkeiten übernommen würden. Sie würde sich mehr Anerkennung und Wertschätzung in ihrem Beruf wünschen – sowohl von der Politik als auch von den Apothekern.

Viele PTA seien fachlich fit, Fortbildungen seien für sie und ihre Kolleginnen selbstverständlich. Unterstützung gebe es von den Inhabern aber kaum. Viele Apotheker weigerten sich, sich an den Kosten zu beteiligen, obwohl gleichzeitig aktuelles Fachwissen erwartet werde. Ob sich die Investition später im Gehalt bemerkbar mache, hänge alleine vom Arbeitgeber ab. Denn in den Tarifverträgen würden Zusatzqualifikationen bisher nicht berücksichtigt.

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