Mehr Sprachprobleme bei PTA-Schülern

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Berlin - Mit der PTA-Reform soll die Ausbildung der Apothekenfachkräfte modernisiert werden. Sie tritt 2023 in Kraft. Um dann die neuen Lehrpläne umzusetzen, hat der Bundesverband Pharmazeutisch technischer Assistenten (BVpta) eine Fachgruppe gegründet. Das Gremium soll sich auch um bestehende Missstände in der PTA-Ausbildung kümmern.

Am vergangenen Freitag wurde ein Zeitplan für die künftige Arbeit verabschiedet. Danach soll bis Ende des Jahres ein Meta-Plan erstellt werden, der als Basis für eine Reform des Lehrplanes der Ausbildung dienen kann. Dabei geht es unter anderem um die Streichung überholter und die Aufnahme neuer Lerninhalte. Außerdem soll die optimale Umsetzung der neuen Stundenverteilung und eine möglichst große Praxisnähe der Ausbildung im Vordergrund stehen.

Die neue Fachgruppe wird sich auch mit aktuellen Themen in der Ausbildung beschäftigen. Dazu zählen sinkende Schülerzahlen und ein wachsender Anteil von Schülern mit sprachlichen Schwierigkeiten. „Wenn jemand zum Beispiel nicht in der deutschen Sprache zu Hause ist, kann es schwierig sein, pharmazeutische Inhalte zu vermitteln“, sagt BVpta-Bundesvorsitzende Carmen Steves. Auch dem „Problem des kontinuierlich sinkenden Niveaus in den Klassen“ solle entgegengewirkt werden, heißt es beim Verband. „Eine moderne PTA-Ausbildung, für die dann auch umfassend geworben werden kann, bietet nach Ansicht der Arbeitsgruppenmitglieder die beste Voraussetzung dafür, die Zahl der Bewerber zu erhöhen und wieder mehr qualifizierte junge Menschen für den Beruf zu interessieren.“

Die Fachgruppe „PTA Ausbildung“ besteht aus acht Mitgliedern. Um möglichst praxisnah und interessenübergreifend arbeiten zu können, gehören ihr laut Verband sowohl PTA als auch Apotheker und PTA-Schulleiter an. Darunter: Peter Lehle, Leiter Kreisberufschulzentrum Ellwangen; Dr. Sandra Barisch, PTA-Lehrerin und Apothekerin; Petra Müller, Apothekerin, Schulleiterin der PTA Schule München; Uta Vogler, Apothekerin und Schulleiterin der PTA Schule Paderborn; Dr. Julia Potschadel, Leiterin der Apotheke im Rheinland Klinikum in Dormagen; Daniela Kolb, Apothekerin; Bianca Meyerhoff, PTA und Steves.

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