Sprechstunde

Hebamme berät in Apotheke Torsten Bless, 01.11.2017 13:59 Uhr

Berlin - Wann darf ich nach der Entbindung wieder baden? Welche Tragesysteme sind für mein Kind geeignet? Nicht immer hat das Apothekenteam auf solche oder ähnliche Fragen junger Mütter spontan eine Antwort parat. In zwei Apotheken im Taunus bietet eine Hebamme bald kundige Unterstützung an.

Maike Lyding und Moritz Stöber haben drei Kinder. Nicht miteinander, wie die Hebamme und der Apotheker betonen, aber der ähnliche Erfahrungshorizont verbinde ebenso wie eine private Freundschaft, erzählt er. „Sie war die Trauzeugin meiner Frau.“

In ihrem Beruf ist Lyding voll ausgelastet. „Deutschlandweit haben wir einen akuten Mangel an Hebammen“, berichtet sie. Früher habe es noch 700 Bewerbungen für 20 Ausbildungsplätze gegeben. Doch die Versicherungsbeiträge seien für ihren Berufsstand gestiegen, viele hätten ihren Beruf aufgegeben. „Mittlerweile melden sich die Frauen schon bei mir, wenn sie ihren positiven Schwangerschaftstest erhalten haben. Ich habe erst im Mai wieder Termine für die Wochenbettbetreuung frei.“

Gerne wolle sie noch mehr Frauen helfen. „Aber erst seit mein drittes Kind zwei Jahre alt ist, habe ich ein wenig mehr Zeit.“ Immer wieder erreichten sie Anfragen aus Stöbers Offizin. „Das Team ruft mich an, wenn Frauen in der Schwangerschaft oder mit kleinen Kindern mit speziellen Fragen kommen. Mitunter waren die Mitarbeiter da schon mal überfordert.“ So sei die Idee einer Sprechstunde entstand

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