Spahn: Besser EU als Russland oder China

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Berlin - Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat zur Gemeinsamkeit bei den Impfungen gegen das Coronavirus aufgerufen und das Vorgehen der Bundesregierung erneut gegen Kritik verteidigt. „Diese größte Impfaktion unserer Geschichte ist eine Gemeinschaftsaufgabe“, sagte der CDU-Politiker am Mittwoch im Bundestag und warf ein Drohszenario an die Wand.

„Kein Land, keine Partei, keine Regierung kann allein dieses Virus besiegen, es geht nur gemeinsam“, sagte Spahn. Natürlich habe die Abstimmung zur Beschaffung des Impfstoffs durch die EU-Kommission länger gedauert, aber laut Spahn gab es keine Alternativen: Ein nationaler Alleingang hätte „handfeste negative Folgen“ gehabt: Es sei schon im Sinne der Wirtschaft, Menschen in allen Ländern gegen das Virus zu impfen. Spahn sprach von einem „Gebot der ökonomischen Vernunft“.

Abgesehen davon hätte ein Alleingang großer Länder wie Deutschland oder Frankreich ein verheerende Signalwirkung gehabt: „Was bedeutet so etwas für Vertrauen in der Zukunft?“ Und: „Wer wäre denn eingesprungen? China oder Russland?“ Laut Spahn geht es nicht um kurzfristige nationale, sondern um langfristige Interessen.

Das deutsche Gesundheitswesen habe gezeigt, wie widerstandsfähig es sei; man könne stolz sein auf Pflegekräfte, Ärzte, Apotheker und die Mitarbeiter im Gesundheitsdienst. Spahn räumte auch Fehler ein, forderte aber auch, dass sich jetzt möglichst viele Menschen impfen lassen: „Lassen Sie sich nicht von den aktuellen Schlagzeilen täuschen!“ Die Gesellschaft dürfe sich von Ängsten auseinander treiben lassen und denen, die sie schürten.

Spahn sagte erneut, dass sich im Sommer jeder Deutsche impfen lassen werde können. Es sei nicht zu wenig Impfstoff bestellt worden, nur gebe es Produktionsprobleme, wiederholte er und rechnete vor: Mehr als 140 Millionen Dosen kämen von Biontech/Pfizer, 60 Millionen Dosen von Curevac, 56 Millionen Dosen von AstraZenea und mehr als 37 Millionen Dosen von Johnson & Johnson.

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