Selbsttötung

Lauterbach: Positionspapier pro Sterbehilfe dpa, 16.10.2014 17:35 Uhr

Karlsruhe/Berlin - Eine Gruppe von Bundestagsabgeordneten von Union und SPD macht sich für eine gesetzliche Zulassung von Sterbehilfe durch Ärzte stark. „Wir halten es für ein Gebot der Menschenwürde, leidenden Menschen an ihrem Lebensende zu helfen“, heißt es in einem Positionspapier, das in Berlin vorgestellt werden soll und der Passauer Neuen Presse vorab vorlag.

Die Abgeordneten, darunter Bundestagsvizepräsident Peter Hintze (CDU), die SPD-Politiker Professor Dr. Karl Lauterbach und Dr. Carola Reimann sowie die CSU-Abgeordnete Dagmar Wöhrl, plädieren für eine zivilrechtliche Regelung im Bürgerlichen Gesetzbuch, um Rechtssicherheit zu schaffen. Sie wollen organisierte Sterbehilfe verbieten, das Selbstbestimmungsrecht todkranker Menschen aber stärken.

Sie formulierten sieben Voraussetzungen für eine ärztlich assistierte Selbsttötung: Der Sterbende müsse volljährig und voll einsichtsfähig sein. Es müsse sich um eine unheilbare Krankheit handeln, die unumkehrbar zum Tode führe. Der Patient müsse zudem erkennbar extrem leiden und umfassend über andere, insbesondere palliative Behandlungsmöglichkeiten beraten worden sein. Die ärztliche Diagnose müsse von einem zweiten Arzt bestätigt werden (Vier-Augen-Prinzip). Die Handlung müsse durch den Patienten selbst erfolgen, heißt es in dem Eckpunktepapier.

Die Gruppe habe auf eine ausformulierte Gesetzesvorlage verzichtet, um in den kommenden Monaten die Diskussion auch mit Abgeordneten der Oppositionsfraktionen offen zu halten, hieß es. Lauterbach, von Beruf Arzt, kritisierte, dass das Thema Sterbehilfe in den Ärztekammern nicht angemessen diskutiert werde.

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