Im Dezember soll die Finanzkommission Gesundheit ihren zweiten Bericht vorlegen. Auch wenn es zuvorderst um strukturelle Veränderungen gehen soll: Gänzlich ausgeblendet werden können neue Sparmaßnahmen wohl nicht: Die Experten haben Vertreter der Pharmabranche und der Kassen im September zu einem Fachgespräch eingeladen, um über das Thema Effizienz in der Arzneimittelvergütung zu sprechen – explizit soll es hierbei auch um die Preise gehen.
Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) steht unter massivem Druck. Seit Jahren wachsen die Ausgaben schneller als die Einnahmen, in der Folge steigen die Beiträge der Arbeitnehmer und Arbeitgeber immer weiter. Um den stetig wachsenden Sozialabgaben Herr zu werden, soll die eingesetzte Finanzkommission Gesundheit Empfehlungen zur Stabilisierung der Beitragssätze erarbeiten. Im März hatte das Expertengremium bereits seinen ersten Bericht mit 66 Maßnahmen zur kurzfristigen Stabilisierung vorgelegt. Der zweite Bericht mit Empfehlungen für langfristige Strukturreformen soll bis zum Jahresende vorliegen.
In diesem Bericht werde auch die Überprüfung der Effizienz im Vergütungssystem der GKV eine bedeutende Rolle einnehmen, heißt es in einem Einladungsschreiben für ein Fachgespräch, das der Redaktion vorliegt. „Im Fokus steht dabei, welchen Beitrag Maßnahmen in diesem Bereich zur langfristigen Stabilisierung der GKVFinanzen leisten können, ohne dabei die Qualität der Leistungsversorgung negativ zu beeinflussen.“
Das Gespräch zum Thema „Effizienz in der Arzneimittelvergütung“ soll am 17. September stattfinden. Geladen sind für die Pharmabrbranche der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI), Pharma Deutschland und der Verband Forschender Arzneimittelhersteller (vfa). Für die Kassen ist der GKV-Spitzenverband geladen.
Das Einladungsschreiben gibt auch inhaltlich bereits eine Richtung vor – und greift dabei eine Forderung der Kassen auf. „Im Mittelpunkt des Austausches stehen hier uunter anderem kontinuierliche Re-Evaluation und Kosten-Nutzen-Bewertung im Arzneimittelmarkt.“