CDU-Parteitag

JU-Chef Ziemiak ist neuer Generalsekretär dpa, 08.12.2018 09:31 Uhr aktualisiert am 08.12.2018 17:07 Uhr

Berlin - Einen Tag nach ihrer Wahl zur neuen CDU-Vorsitzenden hat Annegret Kramp-Karrenbauer ihre erste wichtige Personalentscheidung getroffen: Paul Ziemiak, Chef der Unions-Nachwuchsorganisation Junge Union, wird Generalsekretär an der Seite der neuen Chefin. Doch für den 33-Jährigen gab es am Samstag beim CDU-Bundesparteitag in Hamburg gleich einen Dämpfer: Nur knapp 63 Prozent der Delegierten gaben dem Sauerländer ihre Stimme. Das verhältnismäßig schlechte Ergebnis könnte als Zeichen gewertet werden, dass die Partei nach dem intensiven Wettbewerb um den Parteivorsitz noch geraume Zeit braucht, um Gräben zu schließen. „Ich danke Euch für dieses ehrliche Ergebnis“, kommentierte Ziemiak.

Ziemiak könne der CDU auf diesem Posten, den er direkt von seiner neuen Chefin übernimmt, helfen, wieder mehr junge Menschen zum Eintritt in die Partei zu bewegen, sagte Kramp-Karrenbauer. Mit dem Wechsel muss Ziemiak das Amt des JU-Chefs abgeben. Kramp-Karrenbauer widersprach der Darstellung vieler Kommentatoren, nach der Kampfkandidatur um den Parteivorsitz gebe es tiefe Risse in der CDU: „Nein, die Partei ist nicht gespalten.“

Ziemiak, der in Polen geboren wurde, bewarb sich mit einem Bekenntnis zu patriotischen und klassisch konservativen Werten. Vor den Delegierten forderte er die Erneuerung der Partei „mit einem klaren Kurs und einer klaren Sprache. Wir müssen die Partei des Rechtsstaats sein“. Er sprach sich für eine konsequente Abschiebung terroristischer Gefährder aus, verwechselte in seinen Ausführungen allerdings den Fall des nach Tunesien abgeschobenen mutmaßlichen Ex-Leibwächters von Osama bin Laden, Sami A., mit dem Attentäter vom Berliner Breitscheidplatz, Anis Amri.

Nach eigenen Angaben hatte Kramp-Karrenbauer Ziemak bereits früh gefragt, ob er unter ihr Generalsekretär werden wolle. Aus Loyalität zu den anderen beiden Bewerbern, die wie Ziemiak aus NRW kommen, habe er aber zunächst abgesagt. „Am Rande der Tanzfläche“ des Delegiertenabends habe sie ihn am Freitag aber noch einmal angesprochen und dann auch überzeugt. Nach einem Bericht der Rheinischen Post sollen die beiden auch mit dem NRW-CDU-Vorsitzenden Armin Laschet darüber gesprochen haben.

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