28 Euro: Ärztehonorar für Impf-Apotheken

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Berlin -

Mit der neuen Coronavirus-Impfverordnung (CoronaImpfV) werden Apotheken in den Kreis der Leistungserbringer einer Covid-19-Schutzimpfung aufgenommen. Dem aktuellen Entwurf zufolge sollen sie das gleiche Honorar wie Ärzt:innen erhalten, das pro Impfung bei 28 Euro und an Wochenenden bei 36 Euro liegt. Wer impfen will, muss zuvor bei seiner Kammer nachweisen, dass er die Vorraussetzungen erfüllt. Die neue Verordnung soll in der ersten Januarwoche im Bundesanzeiger veröffentlicht werden.

Apotheker:innen, die „erfolgreich ärztlich geschult“ sind, können dem Entwurf zufolge in öffentlichen Apotheken Leistungen nach § 1 Absatz 2 CoronaImpfV erbringen und abrechnen. „Der Status Leistungserbringer und die Berechtigung zur Impfstoffbestellung werden für die öffentlichen Apotheken an eine Bescheinigung der Landesapothekerkammern geknüpft.“ Die Kammern müssen wiederum Folgendes bestätigen:

  • eine Selbsterklärung, dass eine geeignete und entsprechend ausgestattete Räumlichkeit vorhanden ist
  • eine Berufshaftpflicht, die eine mögliche Schädigung aus der Durchführung der Impfung abdeckt
  • Personal, das zur Durchführung von Schutzimpfungen gegen Sars-CoV-2 berechtigt ist (Nachweise sind erforderlich)

Apotheken müssen Impfungen melden

Die Bescheinigung der zuständigen Kammer berechtigt die Apotheke im Anschluss zur Bestellung des Impfstoffs. Damit wird laut Entwurf sichergestellt, dass nur die öffentlichen Apotheken Impfstoff bestellen können, die die erforderlichen Voraussetzungen erfüllen. Zudem würden die Apotheken an die Impfsurveillance angebunden. „Dies ist eine wichtige Voraussetzung zur Durchführung von Schutzimpfungen gegen das Coronavirus Sars-CoV-2.“ Um Aussagen über die Impfquoten und den Impffortschritt treffen zu können, sei die Meldung der vorgenommenen Covid-19-Impfungen im Rahmen der Impfsurveillance notwendig.

Die Apotheker:innen müssen Impfungen – wie Ärzt:innen und Impfzentren auch – dem Robert Koch-Institut (RKI) melden. Die Software dazu wird laut Abda derzeit programmiert. Abda-Präsidentin Gabriele Overwiening sagte kurz vor Weihnachten, in größerem Stil würden die Apotheken wohl erst von Februar an gegen Corona impfen.

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