GroKo-Kabinett

Gröhe ist raus, Spahn übernimmt

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Berlin -

Jetzt ist es offiziell: Jens Spahn (CDU) soll Bundesgesundheitsminister werden, wenn die SPD-Mitglieder dem Koalitionsvertrag zustimmen. Das kündigte Parteichefin Angela Merkel vor den Führungsgremien ihrer Partei und danach der Presse an. Der geschäftsführende Ressortchef Hermann Gröhe scheidet dagegen ganz aus der Bundesregierung aus.

Zuletzt war noch spekuliert worden, dass Gröhe Nachfolger von Peter Altmaier als Chef des Kanzleramts werden könnte. Auch als Bildungsminister wurde er gehandelt. Jetzt scheidet der Niederrheiner, der am Sonntag 57 Jahre alt wurde, aus der Bundesregierung aus. Merkel sprach vor der Presse von einer „schmerzhaften Entscheidung“.

Die neue Kabinettsmannschaft der CDU biete Erfahrung und neue Gesichter in einer guten Mischung, so die Vorsitzende. „Mit diesem Team kann man jetzt auch die Aufgaben der Zukunft angehen“, sagte sie am Sonntagabend nach Sitzungen der Spitzengremien. Mit der neuen Aufstellung will die Kanzlerin die CDU-Riege in ihrer Regierung deutlich verjüngen – und kommt damit Forderungen ihrer Kritiker weit entgegen. So will sie ihren konservativen Kontrahenten Jens Spahn (37) als Gesundheitsminister in die Kabinettsdisziplin einbinden. Sie halte Spahn als Vertreter der jüngeren Generation für „sehr, sehr gut“ geeignet, das Thema Generationengerechtigkeit anzugehen, so Merkel. Auch die Digitalisierung gelte es anzugehen.

Als neue Bildungsministerin will sie die nordrhein-westfälische Abgeordnete Anja Karliczek (46) berufen, die aus der Hotelbranche kommt und in der Bildungs- und Forschungsszene weithin unbekannt sein dürfte. Der 45-jährige Merkel-Vertraute Helge Braun soll Kanzleramtschef werden, die gleichaltrige Julia Klöckner das Agrarressort übernehmen. Die bisherige Gesundheitsstaatssekretärin Annette Widmann-Mauz (51) soll Staatsministerin für Integration im Kanzleramt werden. Die zuletzt heftig kritisierte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (59) ist weiterhin für dieses Amt vorgesehen. Kanzleramtschef Peter Altmaier (59) steht der Wechsel ins Wirtschaftsministerium bevor. Der niedersächsische Abgeordnete Hendrik Hoppenstedt (45) soll als Nachfolger von Braun künftig in der Regierungszentrale für die Bund-Länder-Zusammenarbeit zuständig sein.

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