„Streitbarer Geist“: ABDA gratuliert Spahn

, Uhr
Berlin -

Apotheker, Arzneimittelhersteller und Krankenkassen haben mit zurückhaltenden Statements auf die Nominierung von Jens Spahn als Gesundheitsminister reagiert. Die meisten Verbände betonten die Sachkennntnis des langjährigen gesundheitspolitischen Sprechers der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. ABDA-Präsident Friedmann Schmidt bezeichnete Spahn als „streitbaren Geist“. In der Vergangenheit ging Spahn bekanntermaßen nicht immer konform mit den Forderungen der ABDA.

„Zunächst einmal gratuliere ich Jens Spahn zur Nominierung für ein Ministeramt in der Großen Koalition. Er bringt jede Menge Expertise für das schwierige Feld der Gesundheitspolitik mit. Die größte Herausforderung dieses Politikfeldes ist es, mit den unterschiedlichen Interessen der vielen Akteure umzugehen“, erklärte Schmidt. „Als streitbarer Geist wird Jens Spahn diese Herausforderung gelassen annehmen.“

In der Vergangenheit hatte Spahn sich wiederholt kritisch zu den Forderungen der ABDA nach regelmäßigen Honorarerhöhungen geäußert: Unter anderem warnte Spahn die ABDA davor, nicht zu viele „Bälle gleichzeitig in der Luft“ zu halten. Kritisch steht Spahn auch zum Rx-Versandverbot als Antwort auf das EuGH-Urteil. Unbekannt ist noch, wie Spahn das vom Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) beauftragte Honorargutachten bewertet.

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach erklärte in einem Interview mit der „Welt”, dass er Spahn per SMS gratuliert habe. Er schätze seine Sachkenntnis und sehe einer guten Zusammenarbeit entgegen. „Glückwunsch Jens Spahn zu geplanter Ernennung Gesundheitsminister“, twitterte der Fraktionsvize, der selbst gern Gesundheitsminister geworden wäre, umgehend: „Schätze seine Kompetenz. Bei der Bürgerversicherung werden wir fair streiten.“

Newsletter
Das Wichtigste des Tages direkt in Ihr Postfach. Kostenlos!

Hinweis zum Newsletter & Datenschutz

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres