Apothekenzahlen

Frauenanteil in Apotheken: In der Mehrheit, aber nicht gleichgestellt APOTHEKE ADHOC, 06.06.2018 13:27 Uhr

Berlin - Der Trend zur Apothekerin hält an: Der Frauenanteil in deutschen Offizinen hat in den letzten 15 Jahren kontinuierlich zugenommen. Auch vergangenes Jahr gab es wieder eine Steigerung, wie das heute veröffentlichte Apotheken-Jahrbuch der ABDA zeigt. Doch das Wachstum des Frauenanteils verlangsamt sich.

Mehr als zwei Drittel der Pharmazeuten in Deutschland sind weiblich: Laut den „Zahlen Daten Fakten 2017“ der ABDA sind 72,6 Prozent der 51.098 in öffentlichen Apotheken beschäftigten Approbierten weiblich. Von Übererfüllung bei der Gleichberechtigung zu sprechen, wäre dennoch verfrüht, denn wie in anderen Berufsfeldern gibt es auch bei den Apotheken eine Diskrepanz in der Hierarchie: Den 72,6 Prozent allgemeinem Frauenanteil stehen 48,4 Prozent bei den insgesamt 15.236 Apothekenleitern gegenüber.

Immerhin: Die Lücke schließt sich etwas schneller als der Frauenanteil wächst. So lag der Frauenanteil unter den Offizin-Apothekern 2010 bei 68,7 Prozent, der unter den Inhabern aber bei 45,6. Davor war die Unterscheidung zwischen angestellten Approbierten und Apothekenleitern noch nicht erhoben worden.

Unterschiede lassen sich auch nach Arbeitsplätzen erkennen. Insgesamt arbeiteten 2017 10.899 Apotheker außerhalb der Offizin, also ein gutes Sechstel. Ist der Frauenanteil unter den Krankenhausapothekern mit 70,4 Prozent noch beinahe genauso hoch wie in den öffentlichen Apotheken, stürzt die Quote in anderen pharmazeutischen Bereichen bereits spürbar ab. So sind es in der pharmazeutischen Industrie sowie in Behörden und Körperschaften schon fast zehn Prozentpunkte weniger, nämlich jeweils rund 61 Prozent.

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