Erstmals weniger als 19.000 Apotheken

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Berlin -

In Deutschland gibt es erstmals weniger als 19.000 Apotheken. Zum Ende des ersten Quartals dieses Jahres wurden 18.987 Betriebsstätten registriert, teilte Abda-Geschäftsführerin Claudia Korf mit. Zum Jahresende 2019 waren noch 19.075 Apotheken gezählt worden, also 88 mehr. Die Zahl der Apotheken sinkt seit Jahren. Im Jahr 2017 war sie auf unter 20.000 und im Jahr 2012 auf unter 21.000 gesunken.

Von den 19.075 Apotheken zum Jahresende 2019 waren 4602 Filialen und 14.473 Hauptapotheken. Das geht aus der Abda-Aufstellung „Zahlen, Daten, Fakten 2020“ hervor. Im Jahr 2019 gab es 455 Schließungen und 107 Neueröffnungen. 130 Filialen schlossen 2019 ihre Türen, es gab 41 Neugründungen und 150 Übernahmen von Filialen. Zudem gab es 475 Schließungen von Hauptapotheken und 66 Neueröffnungen. 150 Hauptapotheken wurden als Filiale weitergeführt.

In den Apotheken arbeiteten 2019 67.182 Apotheker, das waren 1402 Apotheker mehr als im Vorjahr. 2539 Apotheker arbeiteten in Krankenhausapotheken, 7221 in der pharmazeutischen Industrie, 1240 an Universitäten, 1062 in Behörden und 546 an PTA-Schulen und anderen Lehranstalten. 231 Apotheker beschäftigte die Bundeswehr. In allen Beschäftigungsbereichen stieg die Zahl der Apotheker leicht an. Einschließlich PTA und PKA gab es in den rund 19.000 Apotheken 2019 160.588 Beschäftigte. Davon waren 89,1 Prozent Frauen. 81.060 Apothekenmitarbeiter arbeiteten Teilzeit.

Abgegeben wurden in den Apotheken 2019 1,38 Milliarden Arzneimittelpackungen, davon 55 Prozent Rx-Packungen. Der Gesamtumsatz betrug laut Abda 54,14 Milliarden Euro. 2018 waren es noch gut 50 Milliarden Euro. Knapp 82 Prozent des Umsatzes machten die Apotheken 2019 mit Rx-Arzneimitteln, jeweils rund 9 Prozent mit OTC-Produkten und dem apothekenüblichen Randsortiment. Im Onlinehandel wurden laut Abda 941 Millionen OTC-Packungen mit einem Umsatz von 9,3 Milliarden Euro verkauft.

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