Ende Januar: Rx-Boni-Gipfel bei Spahn

, Uhr

Weiterarbeiten wollen die SPD-Gesundheitspolitiker auch beim Thema Lieferengpässe, sagte Baas. Weil bei diesem Thema die Zeit dränge, habe man zugestimmt, im Rahmen des Faire-Kassenwettbewerb-Gesetzes (FKG) dazu Regelungen zu treffen. Es gehe der SPD vor allem darum, das Marktgeschehen transparent zu machen, sagte Dittmar. Bei versorgungskritischen Wirkstoffen sei ein kontinuierliches Monitoring sinnvoll. Es dürfe nicht erst eingegriffen werden, wenn Engpässe aufträten. Zuvor müsse die Lagerhaltung von vier auf sechs Wochen bei absehbaren Engpässen erhöht werden.

Zunächst nicht antasten will die SPD die umstrittenen Rabattverträge. „Da bin ich knallhart“, sagte Dittmar. Rabattverträge seien nicht ursächlich für Lieferengpässe. Mit der SPD werde es auch kein Verbot von Exklusivverträgen geben. Baas dagegen rechnet damit, dass die Rabattverträge im Zuge der FKG-Beratungen „nochmal Thema werden“. Man werde Rabattverträge zwar nicht in Frage stellen, werde deren Rolle beim Thema Lieferengpässe aber erörtern. „Die Schuldfrage muss vorher geklärt werden“, so Baas.

Dittmar wie Baas zeigten sich offen für Vorschläge, den Apothekern den Mehraufwand bei Lieferengpässen zu honorieren. Aus eigener Erfahrung habe sie bereits erlebt, welche Arbeit in Apotheken bei der Bewältigung von Engpässen entstehe. Anfang Februar werde sie in Duisburg eine Apotheke besuchen und sich den Mehraufwand noch einmal anschauen. Auch Dittmar sagte, sie sei „offen für die Vergütung bei Mehraufwendungen der Apotheken bei Lieferengpässen“.

Newsletter
Das Wichtigste des Tages direkt in Ihr Postfach. Kostenlos!

Hinweis zum Newsletter & Datenschutz

Lesen Sie auch

APOTHEKE ADHOC Debatte

Neuere Artikel zum Thema
Mehr aus Ressort
Podcast NUR MAL SO ZUM WISSEN
Karl, der Mal-sehen-wie-Große »
Mehr Transparenz in der Lieferkette
EMA bekommt Engpass-Datenbank »
Streit um das Millionenprojekt
LAV-Beitrag: 50 Euro pro Monat für Gedisa »
Weiteres
Podcast NUR MAL SO ZUM WISSEN
Karl, der Mal-sehen-wie-Große»
Mehr Transparenz in der Lieferkette
EMA bekommt Engpass-Datenbank»
Streit um das Millionenprojekt
LAV-Beitrag: 50 Euro pro Monat für Gedisa»
Suspension und Kapseln
Sildenafil in der Pädiatrie»
„Der Betriebsablauf darf nicht gestört werden“
Angestellte abwerben: Das ist nicht erlaubt»
Report Mainz über Impfpassfälschungen
Apotheken im Fadenkreuz von Impfgegnern»
Dosierung, bedenkliche Stoffe, Preis
Retaxgefahr Rezeptur»
Rechtliche und pharmazeutische Aspekte
Grauzone: Abgabe von mehreren OTC-Packungen»