Kippels: Rx-Boni-Verbot oder RxVV

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Berlin -

CDU-Gesundheitspolitiker Dr. Georg Kippels stellte sich beim Neujahrsempfang des Kölner Apothekervereins demonstrativ an die Seite der Apotheker: Sollte das Vor-Ort-Apothekenstärkungsgesetz (VOASG) in Brüssel scheitern, werde sich die AG Gesundheit der Unionsfraktion für die Einführung des Rx-Versandverbots einsetzen, kündigte er an.

Kippels sicherte in seinem Grußwort zu, dass er und die AG Gesundheit der Unionsfraktion sich im Falle einer Ablehnung des VOASG-Entwurfs durch die EU-Kommission für eine Rückkehr zum Rx-Versandverbot in der Fraktion einsetzen würden. Es gebe in der Union ein „klares Bekenntnis zur öffentlichen Apotheke – ohne Wenn und Aber“, auch verbunden mit der Maßgabe, die „Apotheken als Institution schützen zu wollen“.

Dabei verteidigte er die bisherige Politik von Parteikollege und Gesundheitsminister Jens Spahn: Mit 20 Gesetzen in 20 Monaten habe er bereits viel in der Gesundheitspolitik abgearbeitet. Unabhängig von den Gesetzesthemen sei stets die Versorgungssicherheit ein oberstes Ziel. Auch viele Fragestellungen der Apotheken konnten bereits in Gesetzgebungsverfahren geregelt werden.

Unterstützung gab es auch aus der lokalen Politik: Die parteilose Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker kündigte beim Neujahrsempfang der Apotheker an, sich an der Bürgermeister-Kampagne für Vor-Ort-Apotheken der ABDA zu beteiligen. Reker fand nicht nur warme Worte für die Apothekerschaft, sondern machte auch klar, dass sie die Vor-Ort-Versorgung dem Versand zweifellos vorzieht. „In Ihren Apotheken verkaufen sie nicht nur, sondern Sie hören den Menschen zu und beraten sie persönlich.“ Im Gegensatz zum Versandhandel, der die Apotheke vor Ort schwächen würde, bestehe in der Apotheke vor Ort die Möglichkeit einer Beratung „durch die Kenntnis der Person“, so die 63-Jährige. Apotheker würden die Menschen persönlich kennen und wüssten zudem, welche Arzneimittel die Patienten einnehmen. Die studierte Juristin führt die Stadt seit Ende 2015, ihre Wahl erregte bundesweit Aufsehen, weil ein arbeitsloser Rechtsextremist am Tag vor dem Urnengang versuchte, sie mit einem Messer zu ermorden. Reker wurde schwer verletzt, überlebte aber nicht zuletzt dank einer zufällig anwesenden Ärztin.

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