BPI attackiert EU-Kommission

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Berlin -

Die EU-Kommission plant laut Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) eine wissenschaftliche Überprüfung der Health-Claims-Verordnung. In Brüssel berate man über die Zielvorgaben der Untersuchung zu gesundheitsbezogenen Angaben bei Lebensmitteln, die pflanzliche Stoffe (Botanicals) enthielten, so der BPI. Der Verband kritisiert das Vorhaben und fordert die Bundesregierung auf, die Bewertung der Botanicals durch die Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) durchzusetzen.

Gesundheitsbezogene Angaben und Werbeaussagen auf Lebensmitteln müssen nachprüfbar und durch Studien belegt sein. Seit 2006 gilt die EU-Verordnung zu Health Claims, mehr als 200 gesundheitsbezogene Aussagen wurden von der EFSA bereits zugelassen. Angaben zu pflanzlichen Inhaltsstoffen wurden bislang jedoch ausgespart. Rund 2000 Claims werden daher derzeit von den Herstellern verwendet, ohne dass deren Stichhaltigkeit bewiesen wäre.

Die EU-Kommission hatte den Prozess im September 2010 überraschend gestoppt und unlängst sogar grundsätzlich infrage gestellt. Offenbar geht es darum, die Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln zu schützen. Jetzt soll untersucht werden, ob die Prüfung angemessen ist.

„Das Ergebnis der Studie ist schon jetzt vorgegeben: Hier soll die Grenze zwischen Lebensmitteln und Arzneimitteln aufgehoben werden. Das gefährdet den Verbraucherschutz massiv“, sagt BPI-Hauptgeschäftsführer Henning Fahrenkamp zu der geplanten Überprüfung.

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