Bestellung von Corona-Schnelltests: Gründlichkeit vor Schnelligkeit

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Berlin - Fünf Millionen Corona-Schnelltest hat das Land als Notreserve geordert. Das löst bei der Opposition Kritik aus, sie hat Fragen an den Gesundheitsminister. Dieser weist den Vorwurf der Verschleppung zurück. Aber Patientenschützern fehlt etwas ganz anderes.

Die Landesregierung hat sich bei der Bestellung von fünf Millionen Corona-Schnelltests als Notreserve aus Sicht der Opposition zu viel Zeit gelassen. „Es ist nicht akzeptabel, dass die Vorlage drei Wochen durch die Ministerien gewandert ist“, sagte der finanzpolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag, Peter Hofelich, der „Stuttgarter Zeitung“ und den „Stuttgarter Nachrichten“ (Montag). Die FDP fürchtet Engpässe bei der Lieferung und zu hohe Kosten. Patientenschützer beklagen indes, dass die Zahl der fünf Millionen Tests nicht entscheidend sei – es brauche ein Testkonzept.

Die Regierung müsse sich die Frage gefallen lassen, ob sie trödle, sagte Hofelich den Angaben nach weiter. „Offensichtlich hat die Leitung des Ministeriums Defizite in der Verwaltungsführung.“ Auch der gesundheitspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Jochen Haußmann, kritisierte: „Die Öffentlichkeit und die Steuerzahler haben ein Recht zu erfahren, wie es wirklich mit dem Krisenmanagement des Landes in Sachen Antigentests insbesondere für Pflegeheime aussieht.“

Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) hatte vergangene Woche verkündet, die Antigen-Tests könnten etwa bei großen Ausbrüchen in Pflegeheimen oder Krankenhäusern genutzt werden. Zudem seien sie unter anderem für Personal, Bewohner oder Patienten in pflegerischen und medizinischen Einrichtungen, Arztpraxen und Kliniken gedacht.

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