Genossenschaftsbanken

Apobank: Existenzgründung boomt Gabriele Hoberg, 18.04.2018 15:16 Uhr

Berlin - Krise bei Ärzten und Apothekern? Die Zahlen der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (Apobank) zeichnen ein anderes Bild: Im vergangenen Jahr wurde die Gründungsfinanzierung von Apotheken und Arztpraxen um 20 Prozent auf ein Milliarde Euro gesteigert. Insgesamt erwirtschaftete die Apobank einen Gewinn von 62 Millionen Euro (2016: 61 Millionen Euro). Als Dividende werden 4 Prozent angepeilt.

Beim Zinsüberschuss, also der Differenz von Zinsertrag und Zinsaufwendungen, kann die Bank 606 Millionen Euro verbuchen. Das sind 3 Prozent weniger als im Vorjahr; Grund sind abermals die niedrigen Zinsen. Das Kreditneugeschäft erreichte mit 6,8 Milliarden Euro ein neues Rekordniveau (2016: 6,4 Milliarden Euro). Das Depotvolumen der Privatkunden stieg um 10 Prozent auf 8 Milliarden Euro, die Ausleihungen an Firmenkunden wuchsen um 20 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro.

Beim Wertpapiergeschäft stieg der Provisionsüberschuss der Apobank um 12,5 Prozent auf 156 Millionen Euro (2016: 139 Millionen Euro). Im Wertpapiergeschäft mit Privatkunden konnten Kundenzahl und Volumen erhöht werden. Insgesamt erreichte das Depotvolumen 8 Milliarden Euro, davon entfielen 3,2 Milliarden Euro auf Vermögensverwaltung. Positiv verlief auch das Geschäft mit den institutionellen Anlegern.

Trotz der Umbrüche im Ärzte- und Apothekensektor ist die Apobank weiter auf Wachstumskurs. Die Zahl der Kunden stieg auf 436.260 (2016: 415.700), davon sind 111.494 auch Mitglied und damit Eigentümer der Bank (2016: 109.680). Die Bilanzsumme lag mit 41 Milliarden Euro und einem Plus von 7,2 Prozent deutlich über dem Vorjahreswert (2016: 39 Milliarden Euro). Treiber war das wachsende Kundengeschäft.

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