Bayern-Fanclub

Hoeneß besucht Apobank

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Berlin -

Hoher Besuch bei der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (Apobank): Der Präsident des FC Bayern München, Uli Hoeneß, nutzte seinen Besuch in Düsseldorf zu einem Zwischenstopp bei „Seestern des Südens“, dem Fanclub der Apobank-Mitarbeiter. Dort plauderte er über seinen größten Sieg und die bitterste Niederlage. Ohnehin sind die Banker laut dem Vorsitzenden Carsten Padrok ziemlich fußballverrückt.

Eigentlich ist Padrok Leiter der Abteilung Zentrales Geschäftspartner Management. In seiner Freizeit ist er aber auch Vorsitzender des unternehmensinternen Bayern-Fanclubs. Obwohl es seinen Angaben nach einige Fangruppen anderer Fußballvereine unter den Beschäftigten der Apobank gibt, ist nur die FCB-Anhängerschaft seit Frühjahr 2017 als offizieller Fanclub registriert. „Ich glaube FCB hat die größte Fangemeinschaft in der Apobank“, sagt Padrok. Rund 70 Mitglieder habe der Club, der aus Mitarbeitern der Bank, deren Familien und Freunden besteht. Einer großen Beliebtheit erfreue sich im Unternehmen aber auch FC Schalke 04 und Borussia Mönchengladbach.

Nun wurde der FCB-Fanclub durch einen Besuch von Hoeneß geadelt. Vor seinem Auftritt beim Düsseldorfer Ständehaus-Treff legte er einen Zwischenstopp in der Apobank-Zentrale ein. „Ich habe erfahren, dass der Auftritt geplant war und einen Brief an Herrn Hoeneß geschrieben und ihn zu uns eingeladen“, berichtet Padrok. „Wenn ich ehrlich bin, habe ich aber nie damit gerechnet, dass er wirklich vorbeikommt.“

In lockerer Runde plauderte Hoeneß über große Siege und bittere Niederlagen, die Zukunft des FC Bayern im großen europäischen Fußball, die Nachwuchsarbeit des Klubs und die Fanclub-Wünsche nach rein roten Sitzen in der Allianz-Arena. So erfuhren die Anwesenden, dass Hoeneß seinen größten sportlichen Erfolg in dem Gewinn des Europapokals der Landesmeister im Jahr 1974, damals noch als aktiver Spieler, sieht. Dabei handelt es sich um den Vorläufer der heutigen Champions League. Die größte Niederlage war laut Hoeneß die Schlappe des FC Bayern im Champions League-Finale im Jahr 2012 gegen Chelsea. Damals verlor der Münchner Bundesligist im eigenen Stadion trotz Dominanz über lange Strecken im Elfmeter-Schießen.

Am Ende bekam der Gast zwei Geschenke, Pralinés aus Düsseldorf und Ankündigung der stellvertretenden Fanclub-Vorsitzenden Barbara Schwoerer: Der Fanclub will Geld sammeln und an den FC Bayern Hilfe schicken.

Für Hoeneß war der Empfang am Niederrhein der zweite Besuch bei der Apobank. Der erste liegt allerdings fast drei Jahrzehnte zurück. 1989, so erinnerte der Fanclub-Vorsitzende Padrok, sei Hoeneß in der Bank gewesen, um mit deren damaligem Chef Walter Schlenkenbrock zu reden. Dieser war gleichzeitig auch Präsident des MSV Duisburg, deren Spieler Thomas Strunz die Bayern wollten und bekamen.

Dass so viele Fußballbegeisterte bei der Apobank beschäftigt sind, ist für Padrok ein typisches Phänomen aus Nordrhein-Westfalen. Hier spiele Fußball eine viel stärkere Rolle als in vielen anderen Regionen Deutschlands. Während beispielsweise in allen neuen Bundesländern zusammen mit Hertha BSC und RB Leipzig nur zwei Bundesligisten beheimatet sind, sind gleich mehrere Bundesliga-Clubs in NRW ansässig. „Bei der Sozialisation spielt hier der Fußball eine große Rolle“, so Padrok.

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