Anlegerfehler

Zehn Wege, sein Geld zu verbrennen APOTHEKE ADHOC, 20.09.2018 12:27 Uhr

Berlin - Wenn Apotheker nicht gerade ihren Kommissionierer abzahlen oder eine fünfstellige Retaxation schultern mussten, haben sie vielleicht etwas Geld auf der hohen Kante, das sie investieren können. Doch egal, wie rational jemand in seinem Berufsalltag handelt, als Anleger lassen sich viele Menschen von ihren Emotionen leiten. Inga Krzeczkowska, Abteilungsleiterin Analytics & Engineering bei der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (Apobank) hat zehn typische Fehler ausgemacht.

1. Verlustangst
Einen der derzeit am weitesten verbreiteten Fehler bei der Geldanlage begehen vor allem Deutsche gerne: Falsches Sicherheitsdenken, das sie dazu verleitet, ihr Geld aufzubewahren statt zu investieren. So verwahrten Privathaushalte nach Angaben der Deutschen Bundesbank im ersten Quartal des Jahres fast 40 Prozent ihres Vermögens in bar oder auf Giro- und Festgeldkonten – und das zu derart niedrigen Zinsen, dass die Rendite unter der Inflationsrate lag. Risiko muss heute also anders definiert werden: Ein höherer Anteil sorgfältig ausgewählter Aktien kann dazu beitragen, Risiken zu senken.

2. Gier
Nicht wenige Anleger halten sich indes für mutig und verfallen ins Gegenteil zum übertriebenen Sicherheitsdenken: Aus Gier schenken sie hohen Renditeversprechen Glauben und verlieren schlimmstenfalls ihren kompletten Einsatz. Vermeiden lässt sich dieser Fehler, indem man sich vor Augen führt, dass es keine extrem hohe Rendite ohne enormes Risiko gibt. Und dass hinter manch einem scheinbar lukrativen Angebot ein betrügerisches Modell steckt.

3. Selbstüberschätzung
Ein ähnlicher Fehler: Man kauft etwas, das man nicht genau versteht, vertraut Tipps von selbst ernannten Profis oder Freunden und investiert in eine Anlage, ohne die Konstruktion zu durchschauen. Hier kann – wie übrigens bei allen anderen Fehlern auch – eine seriöse Beratung vor einem Reinfall bewahren.

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