Wieder Rückschläge für Alzheimer-Medikamente

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Berlin - Demenzerkrankungen nehmen weltweit zu, die Forschung nach geeigneten Arzneimitteln steht daher im Fokus. Nun konnten weder Roche mit Gantenerumab noch Lilly mit Solanezumab in Studien überzeugen. Für beide Kandidaten ist es nicht der erste Rückschlag.

Die Testreihe der beiden Arzneistoffe wurde von der Washington University School of Medicine in St. Louis gesponsert. Ziel war die Behandlung von Patienten, die an einer vererbten Form der Alzheimer-Krankheit leiden – der sogenannten „autosomal-dominanten Alzheimer-Demenz“ (ADAD), welche weniger als 1 Prozent aller Krankheitsfälle ausmacht. Die Betroffenen entwickeln häufig vor dem 60. Lebensjahr eine Alzheimer-Krankheit und haben eine 50-prozentige Chance, die Mutation weiterzugeben.

In einer Phase-II/Phase-III-Studie konnten die gesteckten Ziele nun nicht erreicht werden: Unter der Behandlung mit den Wirkstoffen zeigte sich keine signifikante Verlangsamung der Rate des kognitiven Rückgangs bei den Patienten. Gantenerumab wird laut Roche nun bis 2022 weiterhin in den zwei großen globalen Phase-III-Studien Graduate 1 und 2 an Alzheimer-Kranken untersucht, bei denen die Genmutation nicht die Ursache ist.

Gantenerumab wirkt auf Grundlage einer passiven Immunisierung. Der Antikörper richtet sichgegen das für die Alzheimer-Krankheit charakteristische Eiweiß „Beta-Amyloid“. Amyloid- und Tau-Proteinen spielen eine wichtige Rolle für die gesunde, normale Funktion eines Gehirns. Alzheimer beginnt, wenn normale Tau-Proteine durch Trunkation pathologisch werden: Struktur und Funktion werden verändert. Die ungesunden Tau-Proteine binden sich aneinander und es entstehen Verklumpungen, die sich im Gehirn ausbreiten und die Krankheit verursachen. Die Verteilung dieser Klumpen zeigt eine starke Korrelation mit klinischen Symptomen bei Patienten.

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