Biogen will Alzheimer-Mittel zulassen

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Cambridge - Der US-Pharmakonzern Biogen und sein japanischer Forschungspartner Eisai wollen nach Gesprächen mit der US-Arzneimittelbehörde FDA den Zulassungsprozess für ihr Alzheimer-Medikament Aducanumab nun doch fortsetzen. Biogen werde die Lizenz für das Mittel Anfang des kommenden Jahres beantragen, teilte der US-Konzern heute in Cambridge im US-Bundesstaat Massachusetts mit.

Hintergrund seien positive Resultate einer neuen breitangelegten Phase III-Studie für das Mittel gegen Alzheimer im frühen Stadium. Die Aktie sprang auf diese Neuigkeit an und legte vorbörslich um 40 Prozent zu. Im März hatten Biogen und Eisai noch entschieden, ihre Studien mit ihrem Medikamentenkandidaten Aducanumab zu stoppen – ausgerechnet in der bereits weit fortgeschrittenen Phase III.

Das Mittel galt bis dahin als die größte Hoffnung der Branche. Zudem legte Biogen Zahlen für das dritte Quartal vor, welches besser lief als erwartet. Der Umsatz stieg um fünf Prozent auf 3,6 Milliarden US-Dollar, wie das Unternehmen mitteilte. Dabei profitierte der Konzern vor allem von seinem Kassenschlager Spinraza. Das Medikament wird zur Behandlung von spinaler Muskelatrophie eingesetzt, einer seltenen neuromuskulären Störung.

Auch das Geschäft mit Biosimilaren – Nachahmerprodukten von Biopharmazeutika – lief besser. Den Löwenanteil zum Umsatz trugen aber weiter Medikamente gegen Multiple Sklerose bei. Der bereinigte Nettogewinn stieg um 13 Prozent auf knapp 1,7 Milliarden Dollar. Das bereinigte Ergebnis je Aktie nahm um fast ein Viertel auf 9,17 Dollar zu und übertraf damit deutlich die Analystenschätzungen.

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