Semaglutid einmal wöchentlich

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Berlin - Blutzuckerkontrolle, Gewichtsverlust und eine Verringerung des Risikos für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die wichtigsten Ziele bei der Behandlung von Typ-2-Diabetikern. Novo Nordisk will mit dem neuen Wirkstoff Semaglutid die Therapie verbessern; der dänische Hersteller hat die Zulassung bei den Arzneimittelbehörden EMA und FDA beantragt. Patienten müssen das Arzneimittel einmal pro Woche spritzen.

Semaglutid ist ein Analogon für das menschliche Glukagon-Like-Peptid 1 (GLP-1). Der Wirkstoff ist nicht der erste Vertreter der Substanzklasse, aber der einzige, der einmal wöchentlich zu applizieren ist. In einer Studie konnte eine andauernde Blutzuckerkontrolle statistisch signifikant belegt werden.

Verglichen wurde Semaglutid mit Sitagliptin (Januvia), Exenatide (Byetta), Insulin Glargin (Lantus) und Placebo. Zusätzlich konnte eine signifikante kardiovaskuläre Risikoreduktion zur Placebogruppe festgestellt werden. Der Wirkstoff war gut verträglich, Hypoglykämien traten nur selten auf. Die häufigste Nebenwirkung war Übelkeit.

Semaglutid gehört zur Gruppe der Inkretinmimetika, die blutzuckersenkende Eigenschaften haben. Insulinproduktion und -freisetzung in den Beta-Zellen werden gesteigert und die Glukagonproduktion gesenkt. In der Leber wird weniger Glukose produziert.

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