Analgetika

Targin: Patent gefallen

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Berlin -

Weg frei für Targin-Generika: Mundipharma hat den Streit um die retardierte Kombination Oxycodon/Naloxon verloren. Die Generikahersteller sind zur Stelle – jedoch nicht in allen Stärken.

Mundipharma hatte für Targin 2006 im Fast-Track-Verfahren die Zulassung erhalten. Im Sommer vergangenen Jahres sollte das exklusive Vermarktungsrecht fallen. Der Hersteller kämpfte unter Berufung auf europäische Patente um seine Alleinstellung. TAD war der erste Generikahersteller, der in den Startlöchern stand. Das Landgericht München I entschied jedoch für den Originator: Mundipharma erwirkte im Mai eine einstweilige Verfügung gegen den Konkurrenten.

Im Dezember dann der letzte Streit. Kurz vor Weihnachten entschied das Gericht in München die Patentfrage gegen Mundipharma und ebnete den Weg für die Generika. Jetzt melden AbZ, Amneal, Betapharm, Ethypharm, Hexal, Hormosan, Mylan und Ratiopharm ihre Markteinführung. Die Konkurrenz ist jedoch nicht in allen Stärken vertreten. Fraglich ist bislang noch, ob die Generika bezugnehmende Zulassungen erhalten haben.

In den retardierten Dosierungen 5/2,5 mg, 10/5 mg, 20/10 mg und 40/20 mg gibt es Alternativen. Diese können im Falle Targin zur Behandlung von starken Schmerzen, die nur mit einem Opioid-Analgetikum ausreichend behandelt werden können, eingesetzt werden. Außerdem sind die Produkte für die Second-line-Therapie von Patienten mit schwerem bis sehr schwerem idiopathischen Restless-Legs-Syndrom nach Versagen der dopaminergen Therapie zugelassen.

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