Targin-Generika: Mundipharma stoppt TAD

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Berlin -

Auch in diesem Jahr fallen eine Reihe von Patenten, ein Beispiel ist die Kombination aus Oxycodon und Naloxon. Wie immer war TAD an vorderster Front dabei. Doch Mundipharma ist es im ersten juristischen Aufeinandertreffen gelungen, sein Original Targin gegen die Konkurrenz aus Cuxhaven zu verteidigen.

Die beiden Wirkstoffe sind seit Längerem patentfrei, die Kombination ist aber bis Ende 2018 patentgeschützt. Das Einspruchsverfahren gegen den Patentinhaber Euro-Celtique läuft, Ende Mai endet nach elf Jahren aber bereits der Vermarktungsschutz. Zahlreiche Generikahersteller haben sich auf diesen Termin vorbereitet, neben TAD haben auch Ratiopharm/AbZ, 1A/Hexal, Aliud/Stada, Amneal, Betapharm, Glenmark und Mylan Zulassungen in der Tasche.

Vor dem Landgericht München I erwirkte Mundipharma jetzt jedoch eine einstweilige Verfügung gegen TAD. Damit darf die Tochter des slowenischen Herstellers Krka vorerst kein Generikum auf den Markt bringen. Angekündigt war der Launch von Oxycaloxon in den Dosierungen 10 mg/5 mg, 20 mg/10 mg und 40 mg/20 mg zum 1. Juni.

Die einstweilige Verfügung ist gestützt auf ein europäisches Patent, insgesamt gibt es laut Mundipharma drei davon, deren Laufzeiten noch bis 2023 reichen. Wegen der besonderen Dringlichkeit wurde das Verbot gegen TAD ohne vorherige Anhörung erlassen. Der Hersteller kann Widerspruch einlegen, dann wird nach mündlicher Verhandlung im Eilverfahren erneut entschieden. Vor dem Handelsgericht in Barcelona stoppte Mundipharma bereits den spanischen Konkurrenten Laboratorios Cinfa.

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