Orale Retinoide

Retinoide: Checkliste für Apotheken APOTHEKE ADHOC, 10.09.2019 15:20 Uhr

Ein weiterer Hinweis muss in Bezug auf die Blutspende gegeben werden: Während der Therapie mit Alitretinoin oder Isotretinoin zur oralen Anwendung und bis einschließlich einen Monat nach Absetzen des Medikaments darf kein Blut gespendet werden, da bei einer schwangeren Empfängerin ein Risiko für den Fötus bestehen würde. Aus demselben Grund darf ebenfalls unter der Therapie mit Acitretin und sogar drei Jahre nach Absetzen kein Blut gespendet werden.

Bereits Ende 2016 wurden die Sicherheitsmaßnahmen für die systemische Anwendung von Retinoiden verschärft: Seitdem gilt die Blutspendefrist von drei Jahren bei Patienten, die mit acitretinhaltigen Arzneimitteln behandelt wurden. Bis dato galt eine Sperrfrist von nur zwei Jahren. Frauen sollen außerdem drei statt zwei Jahre nach Behandlungsende wirksam verhüten. Ein absolutes Alkoholverbot während der Behandlung und zwei Monate darüber hinaus gilt für alle Patientinnen im gebärfähigen Alter: Das Alkoholverbot gilt, da Alkohol Acitretin zu Etretinat verstoffwechselt. Der hochgradig teratogene Stoff lagert sich etwa 120 Tage im Fettgewebe ab. Frauen sollten auf Alkohol aus Getränken, Nahrungsmitteln oder Arzneimitteln verzichten. Für Frauen im gebärfähigen Alter liegt eine generelle Kontraindikation vor, es sei denn eine Schwangerschaft konnte vor Therapiebeginn ausgeschlossen werden und die Patientinnen weisen eine sichere Empfängnisverhütung vor.

Neben der Teratogenität sind nun auch die Sicherheitshinweise für neuropsychiatrische Erkrankungen verschärft worden: Unter der Anwendung oraler Retinoide wurde über Depressionen oder verstärkte Angststörungen, sowie über Stimmungsschwankungen berichtet. Patienten sollten darüber informiert sein und bei derartigen Reaktionen einen Arzt aufsuchen. Bei Anzeichen von Depressionen sollte gegebenenfalls eine Behandlung eingeleitet werden. Besondere Aufmerksamkeit gilt Patienten, die bereits früher unter Depressionen gelitten haben.

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
Markt

Sanofi übergibt an Angelini

Die Boxagrippal-Lücke»

aposcope

Supplemente für Kinder: Abgabe steigt»

Verbrauchermagazine

Marktcheck checkt Iberogast»
Politik

Bundesgesetzblatt

Mehr Geld für Notdienst und BtM»

1. Lesung im Bundestag

Masernschutz und ein bisschen VOASG»

Gabelmann: „Eiertanz ist schiefgegangen“

Lobbyismus beim VOASG: BMG gibt nur widerwillig Auskunft»
Internationales

Arzneimittelversorgung

Hersteller hoffen auf Brexit-Deal»

WHO-Studie

So locken andere Länder Apotheker aufs Dorf»

Risperdal

Milliarden-Urteil gegen Johnson & Johnson»
Pharmazie

AMK-Meldung 

Schwarze Flecken, Verfärbte Tabletten und mehr»

Galenus-von-Pergamon-Preis

Bundesregierung zeichnet Shingrix und Reagila aus»

USA

Xofluza für Hochrisikopatienten»
Panorama

Ausschuss-Tagung

WHO-Experten prüfen Fortschritte im Kampf gegen Ebola»

Gespräch mit Ärztevertretern

Spahn stimmt Patienten auf Telemedizin ein»

TV-Show

Bachelor in Paradise: Pharmareferentin sucht die Liebe»
Apothekenpraxis

Schmidt zu Lieferengpässen

„Es macht uns viel Arbeit. Und es macht keinen Spaß.“»

Lieferengpässe

BPI: Natürlich sind die Kassen schuld»

vdek-Analyse

Kassen: Welcher Lieferengpass?»
PTA Live

LABOR-Debatte

Eine Hand wäscht die andere: Handel zwischen Apotheken?»

Nach Bundesratsbeschluss

PTA hoffen auf echte Reform»

Rundumblick gefordert

Über die Bedeutung der Psychologie in der Offizin»
Erkältungs-Tipps

Heilpflanzenportrait

Salbei – Heilung aus dem Mittelalter»

Phytotherapie

Schleimstoffe: Balsam für den Hals»

Bakterielle Infektionen

Mittelohrentzündung: Superinfektion des Ohrs»
Magen-Darm & Co.

Heilpflanzenporträt

Wermut – Quelle der Bitterkeit»

Dyspeptische Beschwerden 

Abwarten und Tee trinken»

Magen-Darm-Infektionen

Hygiene und Vorbeugung»
Kinderwunsch & Stillzeit

Schwangerschaftveränderung

Wenn nicht nur der Bauch wächst»

Bewegen, bewegen, bewegen

Fit durch die Schwangerschaft»

Kinderwunsch und Schwangerschaft

Schilddrüse: Problemfaktor in der Schwangerschaft? »