Grippeschutz

Medizinisches Personal impfbereit, Bevölkerung nicht Nadine Tröbitscher, 25.10.2019 08:39 Uhr

Berlin - Die Impfsaison gegen die saisonale Grippe ist in vollem Gange. Aber wer zeigt Impfbereitschaft und wer nicht? Laut der diesjährigen Bevölkerungsbefragung von IPOS im Auftrag von Sanofi Pasteur ist die Bevölkerung träge wie jeher, dennoch gibt es Hoffnung.

1000 Männer und Frauen ab einem Alter von 16 Jahren wurden im September zur Einstellung zur Grippeschutzimpfung befragt. In den einzelnen Bevölkerungsgruppen zeigen sich Unterschiede. Eine erhöhte Impfbereitschaft ist beim medizinischen Personal zu verzeichnen – 72 Prozent wollen sich in diesem Jahr gegen Grippe impfen lassen. Bei der Bevölkerung liegt die Impfbereitschaft gegen die saisonale Influenza unverändert bei nur 44 Prozent.

Dennoch bestehe Grund zur Hoffnung. Denn: „Medizinisches Personal ist der entscheidende Akteur für gute Grippeimpfquoten“, teilt Sanofi mit. In der Gruppe der Ärzte, Assistenzberufe und Pflegepersonal ist die Impfbereitschaft im Vergleich zur Vorjahresbefragung um 20 Prozent gestiegen. „Es bleibt zu hoffen, dass die höhere Bereitschaft des medizinischen Personals für die Notwendigkeit zur jährlichen Grippeschutzimpfung langfristig zur Erhöhung von Grippe-Impfquoten in der Gesamtbevölkerung führt.“ Der Weg zu der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) geforderten Impfquote von 75 Prozent der über 65-Jährigen ist noch weit.

Bei der Impfbereitschaft zeigt sich außerdem ein Ost-West-Gefälle. In den östlichen Landesteilen ist die Bereitschaft zur Grippeschutzimpfung höher. Außerdem zeigt sich im Gesamtergebnis, dass sich 63 Prozent der chronisch Kranken und 54 Prozent bei den über 60-Jährigen impfen lassen wollen. Zum Vergleich: Bei der Gesamtbevölkerung liegt die Bereitschaft bei nur 44 Prozent.

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