Fieber: Temperatur-Regulation im Körper

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Berlin -

Fieber gehört bei Erkältungen, nach Impfungen und bei zahlreichen bakteriellen Infektionen zu den normalen Symptomen. Nicht immer muss eine erhöhte Körpertemperatur behandelt werden. Warum reagiert der Körper eigentlich mit einem Temperaturanstieg? Und was kann außer antipyretischen Mitteln noch helfen? Hier einige Beratungstipps.

Bei Fieber, auch Pyrexie genannt, handelt es sich um den Anstieg der Körperkerntemperatur. Häufigster Auslöser von Fieber ist die Reaktion des Körpers auf Antigene, beispielsweise im Rahmen einer Infektion. „Stellt“ das Gehirn die Körpertemperatur höher als normal ein, kommt es zu Fieber. Neben Keimen wie Viren und Bakterien können auch die körpereigenen Prostaglandine zu einer Erhöhung der Körperkerntemperatur führen.

Prostaglandine werden durch eine Stimulation der Cyclooxygenase ausgeschüttet. Dies passiert durch körpereigene Zytokine, die beispielsweise als Reaktion auf Erreger ausgeschüttet wurden. Auch bakterielle Pyrogene stimulieren die COX, sodass vermehrt fieberauslösende Prostaglandine ausgeschüttet werden.

Fieber unterliegt keiner einheitlichen Definition

Eine einheitliche Definition für Fieber gibt es nicht. Die Literatur ist sich uneins über Schwellentemperaturen. In den meisten Fällen spricht man ab einer Temperatur von 38 Grad von Fieber, ab dieser Temperatur können erste Maßnahmen zur Senkung ergriffen werden, insofern der Betroffene sehr schwach ist. Da Neugeborene eine normale Körpertemperatur von 37,5 Grad haben spricht man bei ihnen bei 38 grad noch nicht von Fieber.

Dennoch: Bei Säuglingen bis drei Monate sollte ab einer Körpertemperatur ab 38 Grad die über mehrere Stunden anhält, sicherheitshalber der Kinderarzt aufgesucht werden.

Als hohes Fieber definiert der Großteil der Literatur Temperaturen von über 39,5 Grad. Bei Temperaturen über 39,5 Grad sollten fiebersenkende Maßnahmen eingeleitet werden. Ab 41 Grad sollte ein Arzt/eine Ärztin und gegebenenfalls ein Krankenhaus kontaktiert werden.

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