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FDA: Zejula gegen Eierstockkrebs APOTHEKE ADHOC, 29.05.2017 13:31 Uhr

Berlin - Das Ovarialkarzinom zählt zu den aggressivsten Tumoren, die bei Frauen auftreten können. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat mit Zejula (Niraparib, Tesaro) den ersten PARP-Inhibitor zur Erhaltungstherapie bei rezidivierendem Eierstockkrebs zugelassen. Eine Hoffnung für die Betroffenen – das relative Fünf-Jahres-Überleben liegt bei etwa 41 Prozent.

Zejula hat in den USA die Zulassung für die Erhaltungstherapie von erwachsenen Patientinnen mit rezidivierendem epithelialen Eierstock-, Eileiter- oder primärem Peritonealkarzinom erhalten, deren Tumore ganz oder teilweise auf eine Platin-basierte Chemotherapie ansprachen.

Niraparib ist ein Poly-ADP-Ribose-Polymerase-(PARP)-Inhibitor und verhindert, dass Krebszellen den durch Zytostatika verursachten DNA-Schaden reparieren können. Es kommt wahrscheinlich zum Tumorzelltod oder zu Verlangsamung und Stillstand der Krankheitsprogression. Daher kann das Medikament zur Erhaltungstherapie nach einer vorangegangenen Chemotherapie eingesetzt werden. Die Wirksamkeit wurde in einer Phase-III-Studie bestätigt, die die Grundlage für die Zulassung in den USA war.

Der Einsatz von Niraparib verlängerte das progressionsfreie Überleben der Probandinnen signifikant. Die ENGOTOV16/NOVA-Studie untersuchte die Wirksamkeit von Zejula bei Patientinnen mit rezidivierendem Ovarialkarzinom oder einem verwandten Tumor der Eileiter. Insgesamt schloss die Studie 553 Frauen ein, die im Anschluss einer Platin-basierten-Chemotherapie entweder mit Niraparib 300 mg oder Placebo behandelt wurden. Die Ergebnisse wurden im „New England Journal of Medicine“ (NEJM) veröffentlicht.
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