Oraler PARP-Inhibitor

Niraparib gegen Ovarialkarzinom Nadine Tröbitscher, 19.12.2017 12:31 Uhr

Berlin - Neuheit gegen rezidivierenden Eierstockkrebs: Das Ovarialkarzinom zählt zu den aggressivsten Tumoren, die bei Frauen auftreten können. Zejula (Niraparib, Tesaro) steht im Dezember als neue Therapieoption zur Verfügung.

Niraparib ist der erste in Europa zugelassene orale PARP-Inhibitor, für den keine Bestimmung des BRCA-Mutationsstatus oder anderer Biomarker notwendig ist. Der Poly-ADP-Ribose-Polymerase-(PARP)-Inhibitor verhindert, dass Krebszellen den durch Zytostatika verursachten DNA-Schaden reparieren können. Es kommt wahrscheinlich zum Tumorzelltod oder zu Verlangsamung und Stillstand der Krankheitsprogression.

Zejula wird als Monotherapie zur Erhaltungstherapie bei erwachsenen Patientinnen mit einem Platin-sensitiven, rezidivierenden, gering differenzierten serösen Eierstock-, Tuben- oder primären Peritonealkarzinom eingesetzt, die sich in einer Platin-basierten Chemotherapie befinden und deren Tumore ganz oder teilweise ansprechen.

Das Arzneimittel ist zu 100 mg in den Packungsgrößen 56 und 84 Hartkapseln erhältlich. Die Einnahme der Gesamttagesdosis von 300 mg erfolgt einmal täglich unabhängig von den Mahlzeiten. Die Kapseln sollen nicht zerkaut oder zerdrückt werden. Die Gabe sollte stets zur gleichen Tageszeit erfolgen. Wurde eine Einnahme versäumt, sollte die nächste Gabe zur gewohnten Zeit erfolgen. Die Einnahme vor dem Schlafengehen kann die unerwünschte Arzneimittelwirkung Übelkeit verringe

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