Onkologika

Zejula und Tookad empfohlen APOTHEKE ADHOC, 20.09.2017 13:29 Uhr

Berlin - Hoffnung gegen Ovarialkarzinom und Adenokarzinom der Prostata: Zejula und Tookad haben voder Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) eine Zulassungsempfehlung erhalten. Gibt die EU-Kommission grünes Licht, könnten beide Onkologika demnächst in Europa verfügbar sein.

Zejula hatte bereits im Mai in den USA die Zulassung für die Erhaltungstherapie von erwachsenen Patientinnen mit rezidivierendem epithelialen Eierstock-, Eileiter- oder primärem Peritonealkarzinom erhalten, deren Tumore ganz oder teilweise auf eine Platin-basierte Chemotherapie ansprachen.

Niraparib ist ein Poly-ADP-Ribose-Polymerase-(PARP)-Inhibitor und verhindert, dass Krebszellen den durch Zytostatika verursachten DNA-Schaden reparieren können. Es kommt wahrscheinlich zum Tumorzelltod oder zu Verlangsamung und Stillstand der Krankheitsprogression. Daher kann das Orphan Drug zur Erhaltungstherapie nach einer vorangegangenen Chemotherapie eingesetzt werden. Die Wirksamkeit wurde in einer Phase-III-Studie bestätigt, die die Grundlage für die Zulassung in den USA war.

Zejula könnte demnächst auch in Europa als orale Darreichungsform zu 100 mg zur Verfügung stehen und neue Hoffnung für die betroffenen Frauen sein, deren relatives Fünf-Jahres-Überleben bei etwa 41 Prozent liegt. Das Arzneimittel wird einmal täglich eingenommen. Häufig beschriebene Nebenwirkungen während der Behandlung können beispielsweise Übelkeit, Anämie, Verstopfung, Erbrechen, Infektionen der Harnwege oder Muskelschmerzen sein.

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