Berlin -

Das digitale Fälschungsschutzsystem Securpharm besteht nun seit einem Jahr. Das europäische Großprojekt wird in über 30 Ländern umgesetzt. Durch den digitalen Ausweis soll die Fälschung von Arzneimitteln erschwert werden. Securpharm soll dem Patienten mehr Sicherheit beim Arzneimittelerwerb bieten. Nach einem Jahr in der Praxis wurden viele anfängliche Schwierigkeiten behoben, in den Apotheken kommt es ab und an aber immer noch zu Fehlermeldungen.

„Die Einführung des Securpharm-Systems verlief weitestgehend reibungslos“, berichtet Martin Bergen, Geschäftsführer von Securpharm. „Gerade die Testmöglichkeiten haben dazu geführt, dass die pharmazeutischen Unternehmer die Umstellung pünktlich zum Stichtag vollzogen haben.“ Im Februar 2019 habe es keine größeren Komplikationen seitens der Hersteller gegeben, bereits 2013 gab es das erste Pilotprojekt, um Schwierigkeiten innerhalb der praktischen Umsetzung frühestmöglich zu erkennen.

Securpharm in Zahlen

Europaweit nutzen über 160.000 verifizierte Stellen den digitalen Fälschungsschutz. Die Software wird nicht von Securpharm gestellt – europaweit sind es über 2000 Softwareanbieter. Neben Apotheken sind Krankenhausapotheken und Großhändler verifizierte Nutzer. Die Gesamtzahl der teilnehmenden pharmazeutischen Unternehmen beläuft sich momentan auf 2355.

Mittlerweile gibt es 62.404 serialisierungspflichtige Produkte. Am 31.13.2018 waren 65 Millionen Packungsdaten hochgeladen, ein Jahr später 1,05 Milliarden. Zur Einführung führten knapp 5 Prozent aller Scans zu einer Fehlermeldung, bei steigender Anzahl an Scans konnte die Fehlerquote auf 0,42 Prozent gesenkt werden. Die Nutzungszahlen steigen kontinuierlich: Waren es im März 2019 noch durchschnittlich 5 Millionen Scans pro Woche, so werden aktuell rund 35 bis 40 Millionen Scans pro Woche durchgeführt.

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