Rote-Hand-Brief

Cefepim: Schwerwiegende neurologische Nebenwirkungen APOTHEKE ADHOC, 18.06.2018 18:55 Uhr

Berlin - Risiko für schwere Nebenwirkungen einschließlich Enzephalopathie: Bristol-Myers Squibb informiert über unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW) bei Maxipime (Cefepim). Besondere Vorsicht gilt bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion.

In einigen europäischen Ländern wurden unter Cefepim Fälle von schwerwiegenden neurologischen Nebenwirkungen wie Bewusstseinsstörungen mit Verwirrtheit, Halluzinationen, Stupor und Koma berichtet. Im Falle der Enzephalopathie handelt es sich um eine reversible UAW, wenn das Antibiotikum abgesetzt wird und/oder eine Hämodialyse eingeleitet wurde. In einigen Fällen wurde jedoch ein tödlicher Ausgang berichtet.

Betroffen sind vor allem ältere Patienten. Dokumentiert wurde die UAW bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion – Kreatinin-Clearance ≤ 50 ml/min – deren Cefepim-Dosis über die Empfehlung hinaus ging. Bei den Risikopatienten ist daher eine Dosisanpassung sowie eine Überwachung der Kreatinin-Clearance unerlässlich.

Eine Kombination mit potenziell nephrotoxischen Antibiotika oder stark wirksamen Diuretika erfordert eine sorgfältige Überwachung der Nierenfunktion. Kommt es zu neurologischen Beeinträchtigungen, sollte die Überdosierung von Cefepim als mögliche Ursache in Betracht gezogen werden.

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