Elektrolyt- und Kohlenhydrathaltige Infusionslösungen

Risiko schwere Hyponatriämie APOTHEKE ADHOC, 08.06.2018 10:46 Uhr

Berlin - Rote-Hand-Brief zu einigen Elektrolyt- und Kohlenhydrat-haltigen Infusionslösungen: Die Hersteller berichten über das Risiko einer schweren Hyponatriämie, die zu irreversiblen Hirnschäden und zum Tod führen kann.

Nach der Gabe beziehungsweise infolge der Metabolisierung der Infusionslösungen und dem schnellen Transport von Glucose in die Körperzellen könne der Effekt der Zufuhr von freiem Wasser hervorgerufen werden. Es sei die korrekte Indikationsstellung der Infusionslösungen zu beachten.

Vor allem in Abhängigkeit vom Natriumgehalt der Infusionslösung, dem Infusionsvolumen, dem klinischen Zustand des Patienten und dessen Fähigkeit, Glucose zu verstoffwechseln, können intravenös verabreichte Glucose-haltige Lösungen zu einem Elektrolytungleichgewicht führen.

Eine schwere Hyponatriämie könne aufgrund einer akuten hyponatriämischen Enzephalopathie zu irreversiblen Hirnschädigungen oder gar zum Tod führen. Bei Bedarf sollten daher Flüssigkeitsgewicht, Serumglucose, Serumnatrium und andere Elektrolyte vor und während der Infusion überwacht werden. Besonders gefährdet sind Patienten, die mit Vasopressin-Agonsiten behandelt werden oder Patienten mit einer erhöhten nicht osmotischen Freisetzung von Vasopressin. Gefährdet seien auch Kinder, Frauen während der Entbindung, Patienten in einer postoperativen Phase und Patienten mit Leberversagen.

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