Corona-Impfstoff

Biontech ab 5 Jahren: EMA gibt grünes Licht

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Berlin -

Die europäische Arzneimittelbehörde EMA hat grünes Licht gegeben für die Zulassung des Corona-Impfstoffes der Hersteller Pfizer/Biontech für Kinder ab fünf Jahren in Europa. Es wird der erste Corona-Impfstoff, der in der EU für Kinder unter zwölf Jahren zugelassen wird.

Die Kinder-Variante von Comirnaty ist in den USA mit einem orangenen Flip-Off versehen. Die Flaschen enthalten eine andere Dosierung. Nach der Verdünnung mit 1,3 ml isotonischer Kochsalzlösung enthält jedes Vial zehn Dosen à 0,2 ml. Kinder zwischen 5 und 12 Jahren erhalten die geringere Dosierung. Unverdünnt können die Durchstechflaschen zehn Wochen im Kühlschrank gelagert werden. Nach dem Verdünnen sollten alle Dosen innerhalb von sechs Stunden verabreicht werden. Bei Überschreitung des Zeitfensters sind die Reste zu verwerfen. Der Prozess der Rekonstitution gleicht dem Ablauf beim Erwachsenen-Impfstoff. Es wird lediglich mit weniger NaCl verdünnt.

Das Impfregime gleicht dem von Erwachsenen. Kinder zwischen 5 und 12 Jahren erhalten zwei Impfdosen mit je 0,2 ml im Abstand von drei Wochen. Pro Impfdosis sind 10 Mikrogramm mRNA enthalten. Aufgrund des geringen Volumens muss der/die Ärzt:in die Spritze besonders genau befüllen – das gilt auch für die Spritze mit dem Kochsalz zur Rekonstitution.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) will ihre Empfehlung zur Corona-Impfung für Kinder von fünf bis elf Jahren vor Jahresende abgeben. „Unser Ziel ist es, diese Empfehlung bis Ende Dezember, möglichst bis zum Start der Auslieferung des Kinder-Impfstoffs an die Länder, fertigzustellen“, sagte der Stiko-Vorsitzende Thomas Mertens den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Die Empfehlung sei zurzeit in Arbeit.

Die gesamte EU erhalte die erste Lieferung am 20. Dezember. Deutschland erhalte „auf einen Schlag“ 2,4 Millionen Dosen für die Fünf- bis Elf-Jährigen, so der amtierende Gesundheitsminister Jens Spahn. Angesichts von 4,5 Millionen Kindern dieser Altersgruppe werde wohl ein großer Teil der anfänglichen Nachfrage bedient werden können. Der Erstbedarf sei gedeckt, so Spahn mit Verweis auf Erfahrungen aus der Gruppe der 12- bis 17-Jährigen: Hier habe man nach vielen Wochen gerade erst eine Impfquote von 50 Prozent erreicht.

Weitere Lieferungen seien in den ersten Monaten des neuen Jahres zu erwarten. Da Kinder eine andere Dosierung benötigten, seien auch eine andere Abfüllung und ein anderer Vorlauf für den Kinderimpfstoff nötig, erläuterte Spahn.

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