Aufzahlungen: Generika überholen Altoriginale

, Uhr

Abgezogen werden müssen von den Aufzahlungen bei Generika im vergangenen Jahr noch 11,9 Millionen Euro, die die Krankenkassen den Versicherten wegen bestehender Rabattverträge erlassen haben. Laut IMS entfielen allerdings ohnehin 90 Prozent der Aufzahlungen auf Arzneimittel ohne Rabattvertrag.

Dass die Kassen sparten, während die Versicherten zur Kasse gebeten wurden, war die absolute Ausnahme: Die Festbetragsprodukte mit Rabattvertrag waren laut IMS annähernd komplett über den Mehrkostenverzicht von der Aufzahlung befreit. Bei Eprosartan gab es im vergangenen Jahr Probleme – am Ende wurden die Verträge gekündigt.

Auffällig war dagegen ein anderer Zusammenhang: Am häufigsten kamen Aufzahlungen in der Wirkstoffgruppe der Schilddrüsenpräparate vor; genaugenommen war diese Präparategrupppe für den Anstieg verantwortlich. Jede zweite Packung war betroffen; hier wirkte sich laut IMS die Tatsache aus, dass es den Patienten – wie vom Arzt erklärt – wichtig ist, ihr gewohntes Medikament zu erhalten, und sie daher bereit waren, in die eigene Tasche zu greifen. Sanofi und Merck hatten ihre Preise nicht angepasst. Seit Inkrafttreten der Aut-idem-Liste im Dezember ist der Wechsel noch schwieriger geworden.

APOTHEKE ADHOC Debatte

Mehr zum Thema
Keine Verunreinigung, keine Rückrufe
Losartan: TAD garantiert Qualität »
Weiteres
Zuweisungsverbot für Plattformen
Gericht verbietet Shop Apotheke plus Zava»
„Wichtigste Triebfeder für den Vertrieb von nachgeahmten Produkten“
Studie: Online-Handel fördert Fälschungen»
Sofortprogramm: Weniger Geld für Impfstoff
AOK will Apothekenlager kontrollieren»
Warnungen vor „Flickenteppich“
Debatte über Ende der Corona-Notlage»