Alk Abelló

Schwerpunkt-Apotheken für Allergiker Carolin Bauer, 15.04.2016 14:53 Uhr

Berlin - Der Allergenhersteller Alk Abelló will die Beratung von Allergikern in der Offizin verbessern. „Die Prävalenz von Allergien in Deutschland ist hoch und steigt weiter an“, sagt Geschäftsführerin Dr. Flora Beiche-Scholz. Das Unternehmen will deshalb Schwerpunkt-Apotheken aufbauen. Erste Interessenten gebe es bereits.

In Deutschland leidet jeder Dritte an mindestens einer allergischen Erkrankung. Bei den 3- bis 17-Jährigen sind sogar 41 Prozent gegenüber mindestens einem der getesteten Allergene sensibilisiert. Laut Alk Abelló dauert es zwischen sieben und zehn Jahre, bis ein Patient aus der Apotheke zum Facharzt und darüber zur spezifischen Immuntherapie (SIT) kommt. „Das ist zu lang“, sagt Beiche-Scholz, die seit vier Jahren für das Deutschlandgeschäft des dänischen Unternehmens leitet.

Der Hersteller will etwa über individuelle Fortbildungen mehr Kompetenz in der Offizin schaffen. „Wir versuchen, Schwerpunkt-Apotheken zum Thema Allergien zu etablieren“, so Beiche-Scholz. Dazu kooperiert Alk Abelló etwa mit dem Deutschen Allergie- und Asthmabund (DAAB). Pharmazeuten sollten sich stärker auf die Beratung für eine ursächliche Behandlung spezialisieren, da viele Patienten deshalb in die Offizin kämen. „Apotheken sind sehr wichtig für die Aufklärung über Allergien.“

Der Hersteller warnt vor einer Behandlung mit OTC-Präparaten: Bei der Symptombehandlung bestehe die Gefahr, dass sich die Allergie verschlimmere, es zu Neusensibilisierungen komme oder ein allergisches Asthma entstehe. SIT setzte dagegen an der Ursache an: Dafür wird das Immunsystem für etwa drei Jahre genau festgelegten Dosen des Allergens ausgesetzt, um eine Toleranz zu entwickeln. Bei rund 80 Prozent der Patienten ist dies laut Alk Abelló erfolgreich.
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