Seniorenrat

Wo ist hier der Stockhalter? Silvia Meixner, 26.12.2017 10:09 Uhr

Berlin - Die Mitglieder des Ellwanger Seniorenrats kommen in friedlicher Mission, aber durchaus mit klar definierten Wünschen. Denn sie wissen: Oft sind es kleine Dinge, die den Alltag erleichtern. Der Stockhalter am Tresen zum Beispiel. Mit freien Händen lässt es sich einfacher bezahlen. Die Rampe finden auch alle gut.

Mit der Apotheke am Markt sind die Senioren sehr zufrieden. Apotheker Jens Boving hört nämlich gern zu. „Die Gespräche mit dem Seniorenrat sind unverbindlich. Sie geben uns Impulse, das ein oder andere zu verbessern.“ Ein Ruhebereich in der Nähe der Kasse? Wunsch erfüllt. Stockhalter am Tresen? Bitte sehr, wird demnächst erledigt. Über barrierefreie Zugänge freuen sich nicht nur ältere oder gebrechliche Menschen, auch Familien mit Kinderwagen kann man damit zufriedenstellen. Deshalb spricht Boving auch lieber von „generationengerecht“ als „behindertengerecht“.

Die Zielgruppe derer, die sich über kleine, praktische Erleichertungen freuen, sieht Boving bei rund 5 Prozent seiner Kundschaft. Es ist eine Investition in die Zukunft. Im Jahr 2009 lebten in Deutschland über 1,5 Millionen Menschen, die über 85 Jahre alt waren, Mitte der 50er-Jahre werden es rund sechs Millionen sein. Das entspricht einem Bevölkerungsanteil von 9 Prozent.

„Ich bin der Hauptmufti vom Seniorenrat“, erzählt Hermann Betz, 74 Jahre alt und gut gelaunt. Er ist Seniorenratsvorsitzender und Berufssoldat an der Pionierschule München im Ruhestand. Der Rat wurde vor 17 Jahren von der Stadt initiiert. „Damals hat der Bürgermeister zu einem Runden T

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