„Die Ärzte sehen uns als Ergänzung“

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Auch am Universitätsklinikum Dresden reagierten die Ärzte positiv auf die pharmazeutische Einmischung. „Sie sehen das als Ergänzung“, sagt Claudia Seifert, Apothekerin auf Station. Gerade in der Chirurgie seien die Ärzte froh, wenn ein Apotheker auf die Medikation schaue, weil es schwer sei, alles zu überblicken.

Seifert hat nach ihrem Studium sechs Jahre in Klinikapotheken in Großbritannien gearbeitet, seit 2009 ist sie in Dresden eine von 15 Stationsapothekern für insgesamt 20 Stationen. Auf chirurgischen Stationen betreue ein Apotheker mehr Patienten, auf internistischen Stationen weniger, sagt sie.

Auch für Pflegekräfte sind Kantelhardt und Seifert feste Ansprechpartner – etwa bei Austauschwünschen oder Fragen zu Präparatewechseln. Besonders häufig fragten die Pfleger nach Dosierungen, Teilbarkeiten oder Verfügbarkeiten von Präparaten. „Wenn der Patient Probleme mit Präparaten hat, verweisen sie ihn an mich, um Austauschmöglichkeiten zu finden“, so Kantelhardt. Dafür haben die Pharmazeutinnen Zugriff auf alle Patientendaten.

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