Kinderärzte warnen vor Smartphones

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Berlin - Mittlerweile sind Konsolen, Tablets und Smartphones in allen Altersgruppen Begleiter der Kindheit – doch schadet die zunehmende Mediennnutzung der Gesundheit? Die Ergebnisse einer Studie der Pronova BKK geben Hinweise auf die potenzielle Gefahr: Kinderärzte warnen vor möglichen Gesundheitsschäden in allen Altersgruppen – am stärksten betroffen seien jedoch die 10- bis 13-Jährigen.

Für die Umfrage „Smart Aufwachsen 2019?“ der Krankenkasse wurden 100 niedergelassene Kinderärzte befragt. Das Ergebnis: Die vermehrte Nutzung von Smartphones, Tablets und Spielekonsolen habe „dramatische Folgen für die Gesundheit“. Dabei sehen die Kinderärzte diese Folgen durchweg für alle Altersgruppen. Schon Kleinkinder leiden der Umfrage zufolge erheblich unter der täglichen Beschäftigung mit dem Smartphone. Demnach stellen drei Viertel der Kinderärzte fest, dass vor allem bei Patienten zwischen dem 10. und 13. Lebensjahr gesundheitliche Probleme wie Übergewicht oder Lernschwierigkeiten auftreten.

Grund dafür sei die zunehmende Mediennutzung schon im Kindesalter. „Im Alter zwischen 10 und 13 Jahren bekommen viele Kinder ihr erstes eigenes Smartphone“, erklärt Dr. Gerd Herold, Beratungsarzt bei der Pronova BKK – die Folgen würden sich in den Kinderarztpraxen zeigen. „Das sollte Eltern, aber auch Lehrer und Erzieher aufrütteln und dazu bewegen, Kinder beim Umgang mit eigenen Geräten eng zu begleiten.“

Die Schwierigkeiten würden jedoch schon viel früher beginnen – bereits im Kleinkindalter seien sie deutlich zu erkennen: Ein Drittel der Kinderärzte diagnostiziert bei den unter Dreijährigen Defizite – beispielsweise in der motorischen Entwicklung – „weil auch diese Altersgruppe schon Smartphones und Tablets in die Hände bekommt“.

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