Hilfe, Problemkunden!

Die sieben Schrecken der Offizin Silvia Meixner, 25.05.2018 10:02 Uhr

Berlin - Niemand hat gern Problemkunden: Sie haben ihr Auto in zweiter Reihe geparkt und pochen auf schnelle Bedienung. Oder sie wissen alles – und alles besser. Auch Süchtige stehen gelegentlich in der Offizin und brauchen besondere Beratung. Hier sind die sieben häufigsten Problemkunden.

Der Eilige. Schnell in die Offizin, schnell wieder raus. Die Horrorvorstellung eines jeden Apothekers, der seinen Beruf liebt und gerne gewissenhaft beraten möchte. Sogar die kostenlosen Taschentücher lässt er achtlos liegen. Naja, vielleicht beim nächsten Mal.

Der Super-Eilige. Die Steigerung des Eiligen. Er hat sein Auto in zweiter Reihe geparkt und fürchtet das 17. Parkticket des Jahres. Für Beratung hat auch er keine Zeit. Polymedikation? Papperlapapp! Wird schon gutgehen. Im Hinauseilen entschuldigt er sich, immerhin, bei der alten Dame, bei der er sich vorgedrängt hat. „Sie haben ja ein bisschen mehr Zeit, gelle?“

Der Nasen-Sprayer. Er weiß es und Sie wissen es auch: Die sieben Packungen Nasenspray sind keineswegs für die Großfamilie. Er wird sie ganz alleine konsumieren, denn er ist süchtig. Vorsichtig-freundlich fragt die PTA: „Kennen Sie sich damit aus? Wissen Sie, dass man Nasenspray nicht überdosieren darf?“ Ein Süchtiger wird niemals zugeben, dass er längst jede Kontrolle über die Dosierung verloren hat. Er wird etwas grummeln und von dannen ziehen. Fazit: Sie haben Ihr Bestes versucht. Hoffentlich kommt der Kunde nicht so schnell wieder.

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