5000 Impfungen an einem Tag: Apotheker baut eigenes Impfzentrum

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Und er wisse aus den Anmeldedaten, dass die Hälfte der Leute angegeben hat, dass sie keinen eigenen Hausarzt haben. „Das sind die Menschen, für die es gerade ganz besonders schwer ist, einen Impftermin zu bekommen. Wir lassen da sonst einen großen Teil der Bevölkerung links liegen.“

Auch deshalb hoffe er, dass auch dieses Modell Schule macht. „Die Impfzentren werden ja auch nicht unendlich lange betrieben werden können und wenn die Impfstoffschwemme im Sommer wie vorhergesagt kommt, wird es über die Praxen schwer, alles über eigene Termine zu verimpfen.“

Die Ärzte würden sich freuen, wenn ihnen in der Stoßzeit während des Sommers ein Teil der Last abgenommen würde – die Warnungen mehrerer Hausarztverbände und Kassenärztlicher Vereinigungen aus den vergangenen Tagen deuten bereits darauf hin, dass er damit einen Nerv trifft. Und die Apotheken sehe er dabei als zentrale Mittler vor Ort, die sich so weiter profilieren können.

„Aber das weckt auch Begehrlichkeiten, denn damit legen wir die Messlatte für andere Landkreise sehr hoch. Ich wüsste nicht, wer sonst in Deutschland so schnell so viele Menschen impfen kann.“ Einen Rekord verteidigen wolle er jedenfalls nicht: Wer das Modell kopieren wolle, sei herzlichst eingeladen, sich an ihn zu wenden. „Wir möchten die Software für die digitalen Prozesse nicht exklusiv nutzen. Wer sie haben möchte, kann sie gern von uns kriegen!“

 

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