Profiteure der Corona-Krise

Zur Rose: Virus stärkt Versandhandel

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Berlin -

Versandapotheken gehören derzeit mit Zuwächsen von bis zu 60 Prozent in einzelnen Segmenten zu den Profiteuren der Corona-Krise. Bei Zur Rose ist man überzeugt, dass der Effekt nachhaltig ist: „Die Zur Rose-Gruppe erwartet durch die aktuelle globale Covid-19-Krise eine deutlich schnellere Marktakzeptanz für den Medikamentenversand und digitale Gesundheitsdienstleistungen.“

Aber auch ohne Coronavirus will Zur Rose in diesem Jahr wachsen. „Zufolge der Verschiebung des Fokus von OTC zu eRx erwartet das Management 2020 eine Umsatzsteigerung um rund 10 Prozent (inklusive Medpex-Verkäufen) und ab kommendem Jahr eine deutliche Umsatzzunahme im Bereich rezeptpflichtiger Medikamente.“

Bereinigt um Aufwendungen für zusätzliche Wachstumsinitiativen, insbesondere im Bereich E-Rezept und für „europäische Opportunitäten“, wird 2020 ein ausgeglichenes Ergebnis auf Ebitda-Ebene angestrebt. Auswirkungen des Coronavirus auf das Geschäft sind im Ausblick nicht berücksichtigt. Die mittelfristige, um Wachstumsinitiativen bereinigte Ebitda-Zielmarge liegt bei rund 8 Prozent bei einem Umsatz von mehr als 3 Milliarden Schweizer Franken. Durch die Implementierung des Gesundheitsökosystems – Stichwort: Plattform – besteht laut Management langfristig ein weiteres relevantes Ebitda-Potenzial.

E-Rezept

Die Einführung des E-Rezepts bringt laut Zur Rose einen „vollständig digitalen Versorgungsprozess der Patientinnen und Patienten“ und damit einen großen Fortschritt. Im Rahmen der Modellprojekte mit Kassen und Ärzten erprobe DocMorris die eigene Technologie für das E-Rezept samt dazu gehörender App und vernetzte Ärzte, Patienten und Apotheke bis hin zur Abrechnung. In den kommenden Jahren soll das E-Rezept den Anteil des Versandhandels im Rx-Bereich von derzeit 1 Prozent deutlich steigern.

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